Stabiler Boden erleichtert den Hochbau für Wohnhäuser

dzCampus Süd

Die Arbeiten für die Wohnbebauung auf dem Campusplatz Süd an der Kreisstraße in Selm liegen im Zeitplan. Es hätte aber auch anders kommen können.

Selm

, 24.10.2018, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

20 Milionen Euro investieren die Wohnungsbaugesellschaft Lünen (WBG) und der Bauverein zu Lünen, um 103 Wohnungen auf dem Campusplatz Süd zu errichten. 2020 sollen die ersten Mieter einziehen. So ist jedenfalls der Plan. Manchmal steckt der Teufel, gerade was Zeitpläne betrifft, aber im Detail. Planerisch gibt es nicht viele Unwägbarkeiten bei dem gut durchorganisierten Projekt. Eine dieser Unwägbarkeiten ist jedoch die Beschaffenheit des Baugrundes.

Grundwasser abgesenkt

Stabiler Boden erleichtert den Hochbau für Wohnhäuser

Die Bagger sind dabei, die Erschließungsarbeiten voran zu treiben. © Arndt Brede

Der gilt wegen des hohen Grundwasserstandes als schwierig. Ein großes Problem für die aktuell laufenden Bauarbeiten? „Nein“, antwortet Heinrich Moch, Prokurist der WBG, auf Anfrage. „Wir haben das Grundwasser abgesenkt.“ So weit, so gut. Es kam aber noch ein weiterer Faktor ins Spiel, der zu Verzögerungen hätte führen können. Heinrich Moch nennt ihn „fließende Böden“. Dabei handelt es sich um Böden von flüssiger bis zähflüssiger Beschaffenheit, die das Wasser schwer abgeben. „Wir haben das aber in den Griff gekriegt“, berichtet Moch. Wie? „Indem wir rund 80 Zentimeter hoch Boden ausgetauscht haben.“ Denn eines sei klar: „Auf fließenden Böden lässt sich kein Haus hochziehen.“

Hochbau beginnt

Stabiler Boden erleichtert den Hochbau für Wohnhäuser

Die Ausschachtungsarbeiten für das erste Haus am Campus Süd sind weit fortgeschritten. © Arndt Brede

Und genau das, nämlich der Bau eines Hauses - des ersten der geplanten Häuser -, habe bereits begonnen, so Moch. Eben weil das Problem mit den fließenden Böden geklärt ist. Und so seien die Ausschachtungsarbeiten für das erste Haus weit fortgeschritten. „Wir wollen diese Woche noch mit den Hochbauarbeiten beginnen.“

Im Zeitplan liegen laut Moch auch die Erschließungsarbeiten für den gesamten zu bebauenden Bereich: „Die Kanalisation ist fertig, demnächst werden wir die Versorgungsleitungen verlegen.“ Der Straßenbau für die innen laufenden Straßen habe ebenfalls bereits begonnen. Die erste Trafostation stellt die Stromversorgung für die Arbeiten sicher, sagt Heinrich Moch. Folge: „Wenn es sehr gut läuft, wird die Erschließung Ende November Anfang Dezember fertig sein.“

Die Planungen So sehen die Planungen aus: 57 Wohnungen baut die Wohnungsbaugesellschaft Lünen (WBG), 46 der Bauverein zu Lünen. Die kleinsten Wohnungen messen 44 Quadratmeter, die größten 107 Quadratmeter.
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