Staatsschutz prüft nach Anschlag auf Kranfirma Verbindungen

Nach einem Brandanschlag auf eine Düsseldorfer Kranfirma prüft der Staatsschutz eine mögliche Verbindung zum Streit um den Hambacher Forst. Die Firma hatte nach eigenen Angaben in den vergangenen Tagen für die heftig umstrittenen Räumarbeiten im Hambacher Forst Maschinen bereitgestellt. Dort will der Energiekonzern Bäume fällen, um Braunkohle abzubauen. Die „Bild“ hatte zuvor berichtet.

04.10.2018, 15:59 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Brand entstand an einem Autokran. Die Polizei fand am Tatort nach eigenen Angaben mehrere selbstgebaute Brandvorrichtungen. Sie geht von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Laut Polizei wird die Echtheit eines Bekennerschreibens im Internet geprüft, in dem sich Unbekannte zu der Tat bekennen und einen Zusammenhang mit den geplanten Rodungen herstellen.

„Richtig ist, dass wir ein langjähriger Partner von RWE sind und zu dieser Partnerschaft stehen. Unsere Unterstützungsleistung bei den Räumungsarbeiten hatten wir schon vor einigen Tagen vereinbarungsgemäß beendet“, schreibt das Unternehmen auf seiner Internet-Seite. Das Unternehmen appellierte an alle Beteiligten, auf Gewalt zu verzichten und sich von Straftätern eindeutig zu distanzieren.

In einem anderen Fall hatte bereits ein Maschinen-Verleiher, der etwa Beleuchtungstürme für den Hambacher Forst geliefert hatte, nach einem Brand in seiner Niederlassung in Willich seine Maschinen zurückgezogen. Das Unternehmen berichtete in einer Erklärung auf der Internetseite auch von Bedrohung seines Personals, Beschmierung von Gebäuden und Beschädigung von Firmeneigentum. „Die Sicherheit der Mitarbeiter wird ernsthaft gefährdet“, hatte das Unternehmen festgestellt.

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