Staat fördert Ladestationen für Elektroautos in Schwerte

Elektromobilität

Städte stehen unter Druck: Sie müssen die Luftqualität verbessern, um Fahrverbote zu vermeiden. Der Bund federt diesen Druck mit einem Sofortprogramm ab, das auch Schwerte hilft.

Schwerte

, 24.01.2019, 11:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
Staat fördert Ladestationen für Elektroautos in Schwerte

Auch an der Bahnhofstraße kann man sein E-Auto aufladen.

Als Maßnahme des „Sofortprogramms Saubere Luft 2017 bis 2020“ unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gezielt die durch Stickoxid belasteten Städte und Kommunen bei der Errichtung von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge.

680 neue Ladepunkte

Gemeinsam mit den Städten Dortmund und Iserlohn, der Stadtwerke Schwerte GmbH, der TU Dortmund, der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21), der Stadtwerke Iserlohn GmbH, der ubitricity GmbH und der Bergischen Universität in Wuppertal hatte die Stadt Schwerte daher beim Bund einen Projektantrag über die Errichtung von rund 680 Ladepunkten in der Region gestellt. Im Dezember kam die gute Nachricht: Der Projektantrag wurde angenommen.

Die Kosten für die Errichtung der neuen Ladestationen werden vollständig durch den Bund gefördert. Um diese Zusammenarbeit festzuzurren, folgten die Konsortialpartner am 14. Januar einer Einladung des des BMWi nach Berlin. Die Stadt Schwerte war mit dem Bürgermeister Dimitrios Axourgos, dem zentralen Projekt- und Fördermanager Jan Sommer, dem Geschäftsführer der Stadtwerke Schwerte Michael Grüll und dem Projektleiter seitens der Stadtwerke Schwerte Holger Gies vertreten.

Staat fördert Ladestationen für Elektroautos in Schwerte

Die Stadt Schwerte war mit dem Bürgermeister Dimitrios Axourgos (3. v. l.), dem zentralen Projekt- und Fördermanager Jan Sommer (5. v. l.), dem Geschäftsführer der Stadtwerke Schwerte Michael Grüll (5. v. r.) und dem Projektleiter seitens der Stadtwerke Schwerte Holger Gies (7. v. r.) vertreten. © Foto: Stadt Schwerte

Bislang sechs Ladestationen

Geplant ist in Schwerte der Bau von 85 neuen Ladestationen, berichtet Projektleiter Holger Gies auf Anfrage. Die Autosteckdosen entstehen, wenn möglich am Straßenlaternen, um en dortigen Stromnschluss zu nutzen, oder es werden Ladepoller gebaut. Baubeginn ist im kommenden Frühjahr, Abschluss im September 2020.

Wer in Schwerte elektrisch Fahren möchte, hat bereits jetzt viele Möglichkeiten.

In Zusammenarbeit mit dem Unternehmen ubitricity GmbH haben die Stadtwerke Schwerte in Schwerte bislang zehn Ladestationen eingerichtet. Wie man in den Genuss dieser Angebote bekommt, wird auf einer Internetseite genau erklärt. Dort wird auch darüber informiert, welche Ladestation gerade genutzt wird.

Intelligentes Kabel

Als Mobilstromkunde erhält man einen Stromzähler zum Mitnehmen (ein Ladekabel mit integriertem Stromzähler, auch intelligentes Kabel genannt). Damit können die Kunden an sämtlichen Ladepunkten Mobilstrom zu ihrem Stromtarif laden. Auch jenseits der Stadtgrenze.

Abgerechnet wird monatlich, je nach Vereinbarung. Und zur Freude der umweltbewussten Autofahrer vermeldete das Unternehmen, dass an den Ladepunkten in Schwerte ausschließlich RuhrpowerGrün, 100 Prozent Ökostrom, getankt werden kann.

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Ladestationen in Straßenlaternen

Im Moment gibt es genau 50 reine Elektrofahrzeuge in Schwerte. „Tendenz steigend“, sagt Holger Gies. „Mittlerweile kann man die Akzeptanz von Elektromobilität in der Bevölkerung spüren“, so Gies. „Die Zahl der anfragen nach Ladeifrastruktur hat deutlich zugenommen.“

Die Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft Schwerte (GWG) und die Stadtwerke Schwerte bieten bereits seit 2017 außerdem eine gemeinsame Ladeeinheit für Elektromobilität an. Mit der Ladeeinrichtung der Stadtwerke können die Mieter der GWG ihr Elektroauto in der Tiefgarage an der Schützenstraße auftanken.

Eine Milliarde Euro

Der Bund hat das Programm „Sofortprogramm Saubere Luft 2017 - 2020“ bereits 2017 mit einer Milliarde Euro aufgelegt. Ziel ist es, die Elektro-Mobilität zu fördern, genauso wie die Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme, die Nachrüstung von Dieselbussen im Öffentlichen Nahverkehr, Förderung des Radverkehrs, Verbesserung von Logistikkonzepten und Bündelung von Verkehrsströmen und die Kaufprämie für E-Fahrzeuge.

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