Spurensucher zur NS-Geschichte stellen Arbeit vor und informieren über Stolpersteine

dzVHS-Projektgruppe

Seit 2016 ist die VHS-Gruppe Spurensucher aktiv. Die Recherche zu Schicksalen Holzwickeder NS-Opfer führte seitdem zu zwei Stolpersteinverlegungen. Nun laden die Spurensucher zu einem Rück- und Ausblick.

Holzwickede

, 15.01.2020, 16:07 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Nach vier Jahren bietet es sich an, auf die Ergebnisse der vergangenen Jahre zu schauen“, sagt Ulrich Reitinger. Er gehört zu den Aktiven in der Spurensuchergruppe, die von Wilhelm Hochgräber geleitet wird.

Der wiederum steht bereits seit Wochen mit dem Management von Gunter Demnig in Kontakt. Der Kölner Künstler war in der Vergangenheit bereits zwei Mal in Holzwickede zu Gast und soll im Herbst weitere Gedenksteine für hiesige Opfer der Nationalsozialisten verlegen.

Spurensucher laden in die Begegnungsstätte ein

Das wäre ohne die Recherchearbeit der Spurensucher nicht möglich gewesen. Am Sonntag, 26. Januar, will die VHS-Gruppe ihre Arbeit allen Interessierten ab 15 Uhr in der Seniorenbegegnungsstätte an der Berliner Allee 16 vorstellen. Dann wird auch Ulrich Reitinger seine Rechercheergebnisse vorstellen. Die beziehen sich nicht alleine auf den Fall von Oiser Schwanhort.

Vielmehr hat sich Reitinger zuletzt vornehmlich mit politisch Verfolgten zur NS-Zeit befasst – Sozialisten und Kommunisten, die nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten verhaftet und mitunter schwer misshandelt wurden. „Diese Ergebnisse werden sicherlich zu einer Gedenkschrift führen“, kündigt Reitinger an.

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