Sperrflächen für die Feuerwehr bleiben Streitpunkt

Kleine Märkische Straße

Die plötzlich von der Stadt auf der Märkischen Straße aufgebrachten Sperrflächen sorgen weiter für Ärger bei den Anwohnern. Städtische Vertreter stellten sich der Diskussion - das verlief „nicht ganz harmonisch“ .

Schwerte

, 21.08.2018 / Lesedauer: 3 min
Sperrflächen für die Feuerwehr bleiben Streitpunkt

In einem Feuerwehrbulli fuhren die Vertreter der Stadt in die Kleine Märkische Straße. Er parkte ordnungsgemäß vor den schraffierten Feldern. © Reinhard Schmitz

Direkt am Stein des Anstoßes wollten die Vertreter der Stadt am Montagnachmittag eigentlich mit Anwohnern der Kleinen Märkischen Straße diskutieren: An den Zickzack-Sperrfeldern, die ohne jegliche Ankündigung auf die Fahrbahnen vor den Reihenhäusern gepinselt worden waren.

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Ordnungsgemäß vor diesen Sperrflächen parkte der Feuerwehr-Bulli, aus dem die Nachbarn fünf Vertreter aus maßgeblichen Rathaus-Etagen herausklettern sahen. Dann jedoch setzte leichter Regen ein, der einen Anwohner veranlasste, die Gesprächsteilnehmer in den Schutz seines Wohnzimmers einzuladen.

„Nicht ganz harmonisch“

Durch die Scheiben sah man nur die Rücken von weißen Hemden. Doch drinnen soll es – so war hinterher zu hören – beim Austauschen der Argumente nicht immer ganz leise zugegangen sein. Andere beschrieben die Atmosphäre mit den Worten „nicht ganz harmonisch“. Was schließlich herausgekommen ist, war aber öffentlich nicht zu hören. Nur soviel wurde verraten: Es sei Stillschweigen über den Gang der Verhandlungen vereinbart worden, um der Stadt Gelegenheit zu einer Prüfung und einem Lösungsvorschlag zu geben. Der solle bis Mittwoch nächster Woche präsentiert werden.

Klarheit schaffen konnten die Argumente mit Paragrafen offensichtlich längst nicht überall. „Ich weiß nicht mehr als vorher“, sagte einer der Teilnehmer. Beschlossen worden sei auch nichts.

Anlass zu Optimismus sah ein Vertreter der Nachbarn aber nicht, als er schließlich wieder aus der Tür des Verhandlungs-Wohnzimmers herauskam. „Es kommt da nichts bei ´raus“, war zu hören. Und dass man damit rechne, das die Angelegenheit schließlich doch in einen Prozess münde.

Dann müsste ein Richter darüber entscheiden, was mit den Zickzack-Linien geschieht, die am 24. Juli in einer überfallartigen Aktion beidseitig auf einen großen Teil der Kleinen Märkischen Straße gepinselt worden waren. Den Anwohnern wurde die Maßnahme zuvor weder angekündigt noch erklärt. An einer Stelle fehlt deshalb die Markierung: Dort hatte ein ahnungsloser Nachbar vor der Abreise in den Urlaub sein Auto abgestellt.

Dienen dem Brandschutz

Stadt-Pressesprecher Carsten Morgenthal hatte später auf Anfrage mitgeteilt, dass die Markierungen dem Brandschutz dienen. Sie sollen die Aufstellfläche für die Feuerwehr freihalten. Damit will man Vorsorge treffen für den Fall, dass es in den Fünfgeschossern an der parallel verlaufenden Märkischen Straße zu einem Brand kommen sollte. Ob da auch andere Lösungen möglich wären?

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