Speckberg in Westhofen soll ein Wald werden

dzBaugebiete in Schwerte

Nachdem die Pläne eines Investors für Wohnbebauung abgelehnt wurden, soll der Speckberg jetzt als Ausgleichfläche bepflanzt werden. Ein SPD-Ratsherr hat aber einen ganz anderen Plan.

Schwerte

, 25.11.2018, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Mai ist in Westhofen wegen des traditionellen Maifestes immer etwas los. Im Mai 2017 ging es sogar turbulent zu. Denn ein Investor wollte auf dem Speckberg bauen. Das ist ein Areal in der Nähe des Westhofener Kreuzes, das die meisten Westhofener bis dato nur als Ausrichtungsort des Osterfeuers kannten.

Nachbarn und Stadtverwaltung waren sich damals einig, dass dies kein geeigneter Ort für eine Bebauung sei. Es gab turbulente Infoversammlungen, manchmal auch skurrile Stellungnahmen des Investors und am 9. Mai eine denkwürdige Sitzung des Planungsausschusses, in der die Pläne endgültig geändert wurden.

Vorerst letzte Akt zum Thema

Am Dienstagabend sollte der vorerst letzte Akt zum Thema Speckberg folgen. Das Areal, das derzeit überwiegend landwirtschaftlich genutzt wird, soll Ausgleichsfläche werden. Das heißt, wenn anderswo Flächen bebaut werden und man nicht in der direkten Nähe eine Ausgleichspflanzung machen kann, wird die auf dem Speckberg angelegt. Dazu muss aber zunächst der Flächennutzungsplan geändert werden.

Völligen Blödsinn findet das der Westhofener SPD-Ratsherr Detlef Kötter. „Die Stadt müsste die Grundstücke dafür erst kaufen, das wären dann teure Bäume“, so Kötter. Der SPD-Politiker gehörte auch schon zu den Verfechtern der Baupläne des Investors. Er glaubt nach wie vor, dass man den Speckberg als potenzielle Wohnbaufläche in der Hinterhand behalten solle. Das wäre nach einer Änderung des Flächennutzungsplans vom Tisch.

Auf Dauer Investoren fernhalten

Die hatten die Grünen gefordert, nachdem man im Ausschuss die Investoren-Pläne gekippt hatte. Sie wollten den Speckberg auf Dauer den Begehrlichkeiten der Investoren entziehen. Die Flächen auf dem Berg gehören verschiedenen Eigentümern, die größtenteils damals mit dem Investor einen Vorvertrag hatten.

Bis zu einer Änderung des Flächennutzungsplans ist das Areal als Bauerwartungsland eingestuft. Ein Umstand, der auch bei den Einwänden während der Auslegung der Änderungen im Flächennutzungsplan bemängelt wurde. Denn in Westhofen gebe es wenig Platz zu einer Ausweitung des Stadtteils.

Wenig Chancen für Fotovoltaikanlage

Ratsherr Kötter hat einen Plan für den Übergang in der Tasche: Man könnte doch die Fläche für eine freistehende Fotovoltaikanlage und als landwirtschaftliche Fläche nutzen. Die Chancen für seine Ideen stehen allerdings nicht gut. Denn gegen die Änderung des Flächennutzungsplans, deren Auslage am Mittwoch beschlossen wurde, sind zwar noch Einwendungen möglich. Es ist aber schon eine der letzten Stufen vor dem endgültigen Änderungsbeschluss.

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