Spargel aus NRW dünner als im Vorjahr

Ob am Niederrhein oder im Münsterland - viele Bauern setzen auf ihren Feldern auf Spargelanbau. Vergangenes Jahr gab es lange Gesichter, dieses Jahr lief es besser.

11.06.2019 / Lesedauer: 2 min
Spargel aus NRW dünner als im Vorjahr

Ein Erntehelfer erntet Spargel. Foto: Roland Weihrauch/Archivbild

Nordrhein-Westfalens Spargelbauern haben noch immer mit der Trockenheit des vergangenen Jahres zu kämpfen. Wegen zu wenig Feuchtigkeit in der Erde wurden die Spargelstangen bei der diesjährigen Ernte vielerorts dünner als in den Vorjahren. „Auf den Geschmack hat das zwar keine Auswirkung, aber man braucht mehr Stangen, um auf ein Kilo zu kommen“, sagte Peter Muß vom Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer. Nach seiner Darstellung könnte die Erntemenge also leicht zurückgehen - finale Zahlen gibt es noch nicht, die Ernte endet erst am 24. Juni. „Insgesamt sind die Bauern derzeit aber zufrieden“, sagte Muß.

Ein Sprecher des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes sah keine wesentlichen Ernteeinbußen - die Gesamtmenge dürfte in etwa im langjährigen Mittel liegen. Aber auch er sagte: „Die Spätfolgen der Dürre 2018 machen sich noch bemerkbar.“ Frühe Sorten seien „schwächer“ gewesen, also dünner gewachsen - wenn Wasser fehlt, kann Spargel nicht so viel Nährstoffe einspeichern. Sorten, die später erntereif sind, hätten sich hingegen deutlich besser entwickelt, so der Sprecher.

Preislich zog der Spargel in der Direktvermarktung - etwa auf Märkten - im Vergleich zum Vorjahr an. Allerdings war der Spargelpreis 2018 relativ niedrig. In Supermärkten und bei Discountern hingegen hätten es die regionalen Bauern schwerer gehabt, höhere Preise durchzusetzen. „Insgesamt“, resümiert der Sprecher, „war das Spargeljahr in Ordnung“.

Mit rund 20 Prozent der deutschen Spargelproduktion zählt Nordrhein-Westfalen neben Niedersachsen zu den großen Produzenten. Angebaut wird zum Beispiel am Niederrhein und im Münsterland.

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