Solebad-Vorplatz: Anlieger wünschen sich Wendehammer, Politiker neue Wohnmobilstellplätze

dzDiskussionen um Solebad

Der Bau des Solebads biegt auf die Zielgerade und schon startet eine neue Diskussion. Was passiert mit dem Vorplatz? Anlieger möchten einen Wendehammer, Politiker neue Wohnmobilstellplätze.

Werne

, 13.11.2018, 05:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon seit drei Jahren wohnen Kirsten und Rainer Schulz an einer Dauerbaustelle. Wenige Meter vom Garten des Ehepaares entfernt entsteht das neue Solebad. Das ist mit Baulärm verbunden. „Wir wussten ja, was auf uns zukommt“, sagt Kirsten Schulz. Weitere Unannehmlichkeiten nehmen sie und weitere Anlieger seit langem in Kauf.

Und wenn das Solebad fertiggestellt ist, befürchten sie, dass sich die Verkehrssituation verschlechtert. Momentan dürfen die Baufahrzeuge noch die Einmündung zur Lünener Straße nutzen. Doch das gilt nur für die Zeit der Bauarbeiten. Sobald die Baustelle beendet ist, wird die Einfahrt wieder geschlossen.

Anfrage bleibt zunächst unbeantwortet

Dann könnten Fahrzeuge die Einfahrt zu ihrem privaten Grundstück kurz vor der Einmündung an die Lünener Straße als Wendepunkt nutzen, fürchtet Kirsten Schulz. Dies liegt am Ende der Straße „An der Horneburg“. Gegenüber lag jahrelang ein Wendehammer - bis das einstige Solebad seinerzeit um eine Sauna erweitert wurde. Dann musste die Wendeanlage für den Bau weichen.

Solebad-Vorplatz: Anlieger wünschen sich Wendehammer, Politiker neue Wohnmobilstellplätze

Kirsten Schulz wünscht sich einen Wendehammer an der Horneburg zurück. Die Einbiegung zum einstigen Wendekreis kann man heute noch erkennen. © Andrea Wellerdiek

Heute rollen an der Stelle die Bagger. Hier entstehen der Vorplatz und der Eingangsbereich für das neue Solebad. Und die Hoffnung auf einen neuen Wendehammer bei den Anliegern.

Ihr Anliegen habe sie bereits im August an Frank Gründken, Geschäftsführer der Natur-Solebad GmbH und Verwaltungsdezernent der Stadt Werne, schriftlich gerichtet, erzählt Kirsten Schulz. Dies sei an den zuständigen Tiefbauamtsleiter Gisbert Bensch gegangen.

Lange hat Kirsten Schulz auf eine Rückmeldung gewartet, ehe sie in der vergangenen Woche noch einmal nachgehakt hat. „Man kommt nirgendwo weiter. Man bekommt keine eindeutige Auskunft“, sagt Schulz.

Dem widerspricht Gisbert Bensch: „Es hat zwar etwas gedauert aufgrund von Krankheitsfällen, aber die Antwort muss die Anliegerin eigentlich bekommen haben.“

Kein Wendehammer vorgesehen

In der künftigen Planung sei kein Wendehammer vorgesehen, erklärt er. Dies sei auch nicht nötig, glaubt Bensch. Denn sobald die Baustelle schwindet, wird die Straße Solebad wieder geöffnet und den Fahrern der Müllfahrzeuge die Möglichkeit gegeben, dass sie auf dem Gelände des Solebads wenden können. Diese Antwort habe sie nicht von Bensch bekommen, ärgert sich Kirsten Schulz.

Die Fronten könnten sich noch mehr verhärten, wenn der Wunsch von CDU und FDP Anklang findet. Die beiden Fraktionen machen sich für neue Wohnmobilstellplätze an der Horneburg, an der Stelle des einstigen Wendehammers, stark. Diese sollen dem heutigen Standard „mit gehobener Ausstattung“, also Sanitäreinrichtungen und Verpflegungsmöglichkeiten, entsprechen und innenstadtnah liegen. Die aktuellen zehn Stellplätze für Wohnmobile befinden sich in unmittelbarer Nähe - auf der anderen Seite des Solebads auf dem Parkplatz am Hagen.

„Die Situation am Hagen ist unbefriedigend. Die Wohnmobilisten möchten ein bisschen mehr als einen Stromanschluss.“
Ralf Bülte, Planungsdezernent

„Ein Wohnmobilparkplatz mitten im Anwohnerbereich. Das wäre nicht lustig“, sagt Kirsten Schulz. Entschieden ist aber noch nichts. Doch der Bedarf nach neuen und attraktiveren Stellplätzen sei da, so Planungsdezernent Ralf Bülte. „Die Situation am Hagen ist unbefriedigend. Die Wohnmobilisten möchten ein bisschen mehr als einen Stromanschluss“, sagt Bülte. Er sieht Synergieeffekte für Stellplätze in der Nähe des Solebads. Die Wohnmobilisten könnten die Duschen nutzen und das Solebad hätte zusätzliche Gäste.

Solebad-Vorplatz: Anlieger wünschen sich Wendehammer, Politiker neue Wohnmobilstellplätze

Zehn Wohnmobilstellplätze gibt es zurzeit auf dem Parkplatz am Hagen. Auch Stromanschlüsse gibt es hier. Das ist zu wenig, sagen einige Politiker. Sie wünschen sich neue, attraktivere Stellplätze an der Horneburg, auf dem Vorplatz des Solebads. Das sorgt für Unverständnis der Anlieger. © Andrea Wellerdiek

Bülte räumt aber auch ein, dass sich die Suche nach einem geeigneten Standort schwierig darstellen könnte. Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung, Umwelt und Verkehr wird in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 4. Dezember, 17.30 Uhr, über den Antrag der CDU und FDP beraten.

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