So will Dieter Schmikowski das Gehweg-Problem an der Wandhofener Straße bekämpfen

dzPassanten müssen auf die Straße ausweichen

Der Gehweg an der Wandhofener Straße ist stark frequentiert, aber kaum nutzbar. Sträucher, Bäume und Wurzeln sorgen für viele Gefahrenstelle. Ein Anwohner macht der Stadt schwere Vorwürfe.

von Maximilian Stascheit

Wandhofen

, 24.08.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine Frau schiebt mit dem Kindergarten über den Gehweg an der Wandhofener Straße. Vorbei an dem Gelände, auf dem das Industriegebiet Wandhofener Bruch entsteht und entlang des Schützenfestplatzes, der wie immer bestens gepflegt ist. Doch spätestens danach wird es schwierig mit dem Spaziergang auf dem Fußgängerweg. Hecken, Sträucher und Bäume ragen von mehreren Grundstücken über den Weg, verringern dessen Breite auf einen knappen Meter. Die Mutter nimmt den Kinderwagen und weicht auf die Straße aus, läuft entlang der dort parkenden Autos mitten auf der Fahrbahn, wo ihr ein Pkw entgegenkommt.

Es sind nicht ungefährliche Situationen, die Dieter Schmikowski täglich direkt vor der eigenen Haustür beobachtet. Der Ur-Wandhofener wohnt direkt auf der Straßenecke Wandhofener Straße/Am Bruch, in unmittelbarer Nähe zur Gaststätte „Am Haseneck“.

Gefährliche Situationen bereiten Dieter Schmikowski Sorgen

Die Situation auf dem Gehweg bringt ihn in Rage. „Das ist eine Sauerei“, schimpft der 75-jährige, der mehr als 18 Jahre lang Vorsitzender des Schützenvereins Königreich Wandhofen war und außerdem der von ihm 2006 gegründeten Dorfgemeinschaft vorsteht. Besonders am Nachmittag, wenn regelmäßig ein großer Lkw am Straßenrand parke und die Straße von Schulkindern befahren werde, sei die Verkehrssituation katastrophal.

Deshalb befindet er sich schon seit langem im Gepräch mit den Grundstückseigentümern, die für die Pflege des Gehwegs verantwortlich sind. Geschehen ist bisher allerdings wenig. „Vor zwei Jahren hat mal jemand ein bisschen was runtergeschnippelt“, so Schmikowski, dem solch kleine Maßnahmen jedoch zu kurz greifen.

Schmikowskis Vorstöße blieben bisher ohne Erfolg

Seine Forderung: Die Grundstückseigentümer sollen dazu verpflichtet werden, zweimal im Jahr – im Frühling und im Herbst – für Ordnung auf dem Gehweg zu sorgen und die Gewächse entstprechend zu beschneiden. Durchsetzen konnte er das Vorhaben im Rathaus bisher allerdings noch nicht.

Auch seine Hinweise an den Bauhof, die den allgemeinen Zustand des Gehwegs betreffen, blieben bislang unerhört. Denn an zahlreichen Stellen machen sich die Wurzeln direkt unter der Aspahltierung bemerkbar, reißen den Weg auf und Sorgen für Stolperfallen. „Ich würde gerne wissen, wer die Verantwortung übernimmt, wenn es hier mal zu einem Unfall kommt“, so Schmikowski. Wie Pressesprecher Ingo Rous erklärt, seien der Stadt die Dellen im Gehweg bislang allerding nicht bekannt. „Dann werde ich das wohl noch mal nachmelden müssen“, erklärt Schmikowski, der vermutet, dass sein Anliegen aufgrund der veränderten Zuständigkeiten zwischen Bauhof und Ordnungsamt in Vergessenheit geraten ist.

Parkverbot vor der Gaststätte „Zum Haseneck“ gefordert

Außerdem hat er einen Antrag an die Stadt gerichtet, in dem er auf Höhe der Gaststätte „Zum Haseneck“ ein einseitiges Parkverbot fordert. Denn besonders in den Abendstunden, wenn viele Besucher in der Wirtschaft einkehren, würden viele Fahrer ihren Pkw nicht nur am Straßenrand auf der gegenüberliegenden Seite, sondern auch zur Hälfte auf dem Gehweg vor der Gaststätte parken. „Ich möchte den Teufel nicht an die Wand malen, aber wenn mal wirklich was passiert, kommt ein großer Leiterwagen da auf keinen Fall mehr durch“, erklärt der Ruheständler, der auch bei der Feuerwehr engagiert ist.

Auf Anfrage unserer Redaktion bestätigt Stadtsprecher Ingo Rous, dass der Antrag im Ordnungsamt eingegangen ist und derzeit geprüft wird. Mit einer Antwort der Behörde sei in der nächsten Woche zu rechnen.

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