So teuer wird die Sanierung der Albert-Schweitzer-Schule

dzBildungspolitik

Die Grundschulen in Schwerte standen jahrzehntelang nicht auf der Dringlichkeitsliste bei der Gebäudeunterhaltung. Demzufolge ist die Mängelliste der Albert-Schweitzer-Schule erschreckend.

Schwerte

, 20.11.2018, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Feuchte Mauern, Fenster aus den 80er-Jahren, ungedämmte Dächer, Risse in den Wänden und Wasserflecken an den Decken der Klassenräume, Bodenbeläge, die sich bereits wölben - die Liste der Baumängel an der Albert-Schweitzer-Schule, die von der Bauverwaltung erstellt wurde, ist lang. Ihr gegenüber steht die Kostenschätzung für eine sinnvolle Sanierung des Schulgebäudes aus den 50er-Jahren. Und die ist ähnlich lang. Am Ende summieren sich die Kosten für die Sanierung der Gebäude und die notwendigen Anbauten auf 11 Millionen Euro.

Dennoch will die Stadt dieses Projekt jetzt angehen. Allerdings zunächst in einzelnen Etappen.

Eigentlich sollte die Schule umziehen

Rückblick: Der 2015 überarbeitete Schulentwicklungsplan hatte empfohlen, das Gebäude der mittlerweile ausgelaufenen Realschule am Stadtpark für die Albert-Schweitzer-Schule zu nutzen und gemeinsam mit der Friedrich-Kayser-Schule am Stadtpark ein Grundschulzentrum Schwerte-Mitte einzurichten. Der Plan scheiterte am entschiedenen Widerstand der Eltern.

Im Februar 2016 beschloss der Rat der Stadt deshalb, die Schule an ihrem Standort zu belassen. Damit war auch klar, dass die Schule in naher Zukunft umfänglich saniert werden muss.

Bald wieder vierzügig

Die Schule ist eigentlich als vierzügige Grundschule gebaut worden. Durch die sinkenden Schülerzahlen der vergangenen Jahre hatte man das auf drei Klassen pro Jahrgang herabgestuft. Und für die nutzte man sogar noch Räumlichkeiten der ehemaligen Kardinal-von-Galen-Schule, deren Gebäude man sich mit dem Friedrich-Bährens-Gymnasium teilt. Doch die Schülerzahlen steigen wieder, wie die Anmeldezahlen an den Grundschulen für das kommende Schuljahr zeigen. Und angesichts der Geburtenrate geht Schuldezernent Hans-Georg Winkler in seiner Vorlage für die Politiker davon aus, dass die Schule bald wieder vierzügig sein wird.

Gleichzeitig benötigen auch die Gymnasien bald wieder mehr Klassenräume, wenn es nämlich wieder 13 Jahre dauert, bis die Schüler ihr Abitur gemacht haben. Deshalb wird die Schule ohne einen Anbau nicht auskommen.

Baubeginn mit vier Millionen

Am Mittwoch soll der Ausschuss für Schule und Sport deshalb weitere 2,1 Millionen Euro für die Schulsanierung freigeben. Das Geld stammt vom Bund, aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz. Schon in der ersten Runde des Gesetzes hatte man die Zusage für 1,9 Millionen Euro erhalten, die ebenfalls in die Sanierung der Schule fließen sollen. Damit hat man für die ersten Arbeiten rund 4 Millionen Euro zur Verfügung, angesichts der Gesamtsumme von 11 Millionen also erst ein Teilbetrag. Mit dem können aber zumindest die dringendsten Sanierungsmaßnahmen und der Erweiterungsbau angegangen werden. Allerdings muss bis zum Frühjahr 2019 ein Architekt beauftragt werden, wenn man die Bundesmittel abgreifen will. Der muss dann zunächst die Pläne erstellen, bevor die Fachplaner ans Werk gehen können.

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