So macht man selber einen Meisenknödel

dzVogelschutz in Schwerte

Auf dem Schwerter Weihnachtsmarkt sind sie der Verkaufschlager. Die Meisenknödel der Agon. Die Macher verraten hier, wie man die Futterbälle selber herstellen kann.

Schwerte

, 04.12.2018, 17:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der Knödelmacherei gab es auch am Dienstag wieder eine Riesensauerei. Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Ornithologie und Naturschutz – Agon Schwerte trafen sich ein letztes Mal in ihrer Werkstatt in Villigst, um Knödel zu machen. Rund 2500 Meisen-Knödel hatten die ehrenamtlichen Naturschützer auf dem Weihnachtsmarkt verkauft. Diesmal produzierten sie für den Bedarf in den eigenen Gärten.

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Meisenknödel selber machen

So macht man aus Tierfett und Körnern Meisenknödel und andere Vogelfutterstationen für den Garten oder Balkon.
04.12.2018
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Die Agon hat auf dem Weihnachtsmarkt 2500 Meisenknödel verkauft. Jetzt macht sie noch einmal neue für den eigenen Bedarf. Wir konnten zuschauen und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung aufschreiben.© Bernd Paulitschke
Das Rinder und Schweinefett wird angewärmt, bis es flüssig ist. Dann wird es zu der Getreidemischung dazugegeben.© Bernd Paulitschke
Aus alten Netzen, in denen Kartoffeln oder Zwiebeln verkauft werden, entstehen die Außenhüllen. © Bernd Paulitschke
Die Masse wird in die zugeschnittenen Netzstücke gegeben.© Bernd Paulitschke
Die gerollten Knödel werden ganz vom Netz umhüllt.© Bernd Paulitschke
Das Ganze wird mit Draht zusammengebunden.© Bernd Paulitschke
Dann bindet man das Netz oben zu.© Bernd Paulitschke
Wer keine Knödel will, kann die Masse auch in Blumentöpfe füllen und die aufhängen.© Bernd Paulitschke
Auch aus ausgehöhlten Ästen kann man Futterstationen für Vögel bauen.© Bernd Paulitschke
Die überstehenden Reste des Netzes werden abgeschnitten.© Bernd Paulitschke

Am Kochtopf stand wieder Ursula Ackermann, die den Meisenknödelteig nach einem einfachen Rezept anrichtete.

Das sind die Zutaten

Und so geht das: Die Zutatenliste ist kurz: ungesalzene Erdnüsse, Sonnenblumenkerne und feine Haferflocken. Das Verhältnis ist egal. Dazu Rinderfett und Schweinefett im Verhältnis 2 zu 1.

So wird es zubereitet

Und auch die Zubereitung ist einfach: Das Fest wird angewärmt, bis es flüssig ist. Dann wird es zu der Getreidemischung dazugegeben. Die Haferflocken ziehen das Fett auf und es entsteht eine formbare Masse. Wenn die Temperatur es erlaubt, verteilt man die Masse in vorbereitete Gefäße.

So bastelt man die Netze

Die Agon sammelt das ganze Jahr über Kartoffel- und Zwiebelsäcke aus dem Supermarkt. In Quadrate zerschnitten entsteht ein Netz, mit dem man eine Handvoll schon feste aber noch formbare Fett-Getreide-Masse als Meisenknödel zusammenbinden kann.

Futterstationen aus Ästen

Die Vogelschützer produzieren neben dem traditionellen Meisenknödel noch weitere Futterstationen speziell für Meisen: Äste mit einer ausgesägten Rinne, die man mit Futter füllen kann, außerdem Blumentöpfe, die man ebenfalls füllen und dann umgekehrt draußen aufhängen kann. Außerdem kann man die Zwischenräume von Tannenzapfen mit der Masse verstopfen und dann aufhängen.

Da gibt es die Zutaten

Die Agon holt sich ihre Zutaten aus dem Großhandel. Das Vogelfutter zum Beispiel bei Raiffeisen, das Fett in der Fettschmelze Duisburg. Alle Zutaten können vogelfreundliche Heimwerker aber auch im Einzelhandel finden. Das Fett kann man beim Metzger bestellen.

Vögel lieben die Erdnüsse

Das Verhältnis von Rinder- und Schweinefett hat nur einen Grund: Die Meisenknödel werden dadurch weicher, was den Vögeln die Picken erleichtert. Das Verhältnis der Menge von Erdnüssen, Sonnenblumenkernen und Hafer ist egal, aber die Erfahrung der Agon zeigt , dass die Vögel vor allem die Erdnüsse lieben.

Knödel halten tiefgefroren unbegrenzt

Im Garten kann man so einen Knödel etwa ein Jahr lang hängen lassen. In der Tiefkühltruhe kann man zuviel produzierte Knödel praktisch unbegrenzt lagern.

Der Knödel bietet Futter für alle Vögel. Meisen, Kleiber und Spatzen holen sich das Futter direkt aus dem Knödel. Rotkehlchen und Amseln nehmen das, was auf den Boden fällt.

Füttern sollte man Vögel übrigens nicht nur, wenn im Winter Schnee liegt, sondern ganzjährig. Vögel finden in Städten immer weniger natürliches Futter.

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