So funktioniert die Mini-Tunnelbohrmaschine

Kanalbau an Margaretenkirche

„Microtunneling“ – so nennt sich die Bauweise, die die 800 Jahre alte Margaretenkirche schonen soll. Und so funktioniert der unterirdische Rohrvortrieb per Mini-Tunnelbohrmaschine.

Kamen

, 17.04.2019, 15:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
So funktioniert die Mini-Tunnelbohrmaschine

Die Kanalbauer sollen noch im April zur Margaretenkirche zurückkehren. © Stefan Milk

„Microtunneling“ ist nach Angaben des Fachverbands der Kunststoffrohr-Industrie (KRV) ein spezielles Verfahren für den grabenlosen Rohrvortrieb. Von einem Startschacht (Pressgrube) wird demnach mittels eines Vortriebsgerätes mit Presse und Bohrkopf ein neues Kanalrohr vorgetrieben. „Nachdem der Startschacht ausgehoben wurde, wird ein fernbedienter Vortriebskopf auf der Pressstation, die am Startschachtboden installiert ist, abgelegt und in den umgebenden Erdboden hineingepresst“, heißt es in einer Verfahrensbeschreibung. Die Bohrmaschine wird über Lasersteuerung in der Richtung und Neigung der geplanten Rohrleitung in den Boden gedrückt. Der Bohrkopf wird von den Vortriebsrohren immer weitergeschoben. Die Bohrmaschine ist so aufgebaut, dass sie das Erdreich und Steine automatisch nach hinten abführt. In einem geschlossenen Kreislaufsystem werde eine Bohrflüssigkeit zunächst in den Brecherraum gepumpt, dort reichere diese sich mit dem Erdreich an und werde dann zurückgepumpt. In einer sogenannten Separieranlage wird die Bohrflüssigkeit vom Boden getrennt. Mit den hydraulischen Zylindern des Pressenrahmens könne der Rohrstrang weiter vorgeschoben werden. Damit die Bohrung präzise erfolgt, kontrolliert ein Laserstrahl die Lage der Maschine. Der Maschinenführer kann den Bohrkopf steuern und seine Lage korrigieren.

So funktioniert die Mini-Tunnelbohrmaschine

Verlauf der Kanaltrasse an der Margaretenkirche © Stepmap

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