Gesamtschule, Gymnasium oder doch besser Sekundarschule? Viele Grundschulkinder in der vierten Klasse und ihre Eltern sind noch unentschlossen. Wir machen deshalb einen großen Schul-Check.

Selm

, 09.11.2018, 05:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie wichtig sind die Schwerpunkte der weiterführende Schule für die Entscheidung? Soll es eine Ganztagsschule sein? Und wie wichtig ist das Halbjahreszeugnis der Grundschule für die Aufnahme? Fragen über Fragen. Mit unserem großen Schul-Check klären wir viele Fragen. Kompakt, übersichtlich, vergleichbar. Ohne viele Flyer und Schulprogramme lesen zu müssen. Und wir haben viele Zahlen und Tipps.

Wer in die aktuelle Statistik in Nordrhein-Westfalen schaut, bekommt schnell Gewissheit über die eigentliche „Hauptschule“. Die mit Abstand meisten Schülerinnen und Schüler, knapp 520.000, haben im vergangenen Jahr ein Gymnasium besucht. Mit deutlich Abstand folgten 2017 - neuere Zahlen hat IT.NRW noch nicht - Gesamtschulen mit insgesamt knapp 308.000 Schülern. Immer weiter an Bedeutung verlieren hingegen Hauptschulen mit rund 72.000 Schülern, während Sekundarschulen weitere Zuwächse verzeichnen. Die Zahlen machen zwei Trends deutlich.

Kinder beteiligen, nicht entscheiden lassen

Nach (Ganztags-)Kindergarten und (Ganztags-)Grundschule favorisieren viele Eltern auch eine Ganztags-Betreuung an der weiterführenden Schule. Zugleich wünschen sich viele einen möglichst hohen Schulabschluss für ihre Kinder. Viele Mädchen und Jungen hingegen wollen möglichst zu der Schule, die auch ihre Freunde besuchen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft NRW (GEW) warnt jedavor, allein den Kindern die Entscheidung zu überlassen.

„Die zehnjährigen Kinder müssen beteiligt werden, sind aber damit überfordert, alles Konsequenzen aus dieser Entscheidung zu überschauen“, sagt auf unsere Anfrage Rixa Borns von der Fachgruppe Grundschule der GEW. Sie räumt zugleich ein, dass die Entscheidung über die weiterführende Schule nicht „einfach ist“. Vor allem, weil sie im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern sehr früh getroffen werden muss. Nach Meinung der GEW widerspricht „diese frühe Aufteilung der Kinder deren unterschiedlichen individuellen Entwicklungen“.

Nicht nur Noten wichtig

Ausdrücklich appelliert Rixa Borns, die Entscheidung nicht einzig und allein von den Schulnoten abhängig zu machen. Wichtige Kriterien seien auch das Arbeitsverhalten der Kinder, die Zuverlässigkeit und Sorgfalt, das Sozialverahlten sowie Stärken und Schwächen der Grundschüler. Ausdrücklich appelliert Rixa Borns an die Eltern, mit den Lehrern der Grundschule zu sprechen sowie die Informationsverantstaltungen und Tage der offenen Tür zu nutzen.

Doch welche Schule bietet wann was an? Wir nehmen Ihnen diese Arbeit ab und haben die Daten von insgesamt neun Schulen in der Region zusammengetragen. Dazu nennen wir wichtige Rahmendaten der Schulen, die Ansprechpartner. Wir klären grundlegende Fragen (Ganztagsschule oder nicht), sagen, ob es eine Mensa gibt und weisen auf besondere Angebote der Schulen hin. Die Schulen der Region haben den großen Check in der Form unterstützt, dass sie einen ausführlichen Fragebogen unserer Redaktion ausgefüllt haben. Dafür vielen Dank.

Diese Schulen gibt es in der Region Selm, Olfen und Nordkirchen:

fahren Sie mit der Maus oder dem Finger über unsere Grafik, dann erhalten Sie Kurzinfos zu den Schulen und dem Tag der offenen Tür. Jede Schule stellen wir auch ausführlich vor. Dazu gibt es einen Link in der Grafik - oder auch hier unterhalb des Artikels.




Ausführliche Informationen zu allen Schulen haben wir hier für Sie zusammengestellt:

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