Sigmar Gabriel soll Aufsichtsrat bei der Deutschen Bank werden

Deutsche Bank

Sigmar Gabriel (SPD) hat sich aus dem Bundestag zurückgezogen. Nun steht er vor einer neuen Aufgabe: Er soll Aufsichtsrat bei der Deutschen Bank werden.

Frankfurt am Main

24.01.2020, 11:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sigmar Gabriel soll Aufsichtsrat bei der Deutschen Bank werden

Sigmar Gabriel (SPD), ehemaliger Außenminister und SPD-Vorsitzender soll nun Aufsichtsrat der Deutschen Bank werden. © picture alliance/dpa

Der ehemalige SPD-Chef und Ex-Vize-Kanzler Sigmar Gabriel soll Aufsichtsrat der Deutschen Bank werden. Die Bank hat nach eigenen Angaben am Freitag einen Antrag zur Bestellung des 60-Jährigen beim Amtsgericht Frankfurt eingereicht.

Bei der Hauptversammlung am 20. Mai soll sich Gabriel dann den Aktionären zur Wahl stellen. Gabriel soll im Kontrollgremium des Dax-Konzerns Jürg Zeltner ersetzen. Zeltner hatte den Posten Ende vergangenen Jahres kurz nach seiner Berufung geräumt, nachdem die Aufsicht Vorbehalte gegen die Bestellung des Ex-UBS-Managers geäußert hatte.

„Überzeugter Europäer und Transantlantiker“

„Wir freuen uns sehr, mit Sigmar Gabriel einen überzeugten Europäer und Transatlantiker für den Aufsichtsrat der Deutschen Bank gewinnen zu können“, ließ Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef Paul Achleitner mitteilen. „Als ehemaliger Umwelt-, Wirtschafts- und Außenminister wird Sigmar Gabriel mit seinem großen Erfahrungsschatz einen besonderen Beitrag leisten und unsere Kompetenz im Aufsichtsrat ergänzen.“

Zuvor hatten sowohl der „Tagesspiegel“ als auch das „Handelsblatt“ über die Personalie berichtet. Gabriel ist Autor bei der Holtzbrinck-Gruppe, zu der die beiden Zeitungen gehören.

Gabriel war auch als Präsident des VDA gehandelt worden

Der SPD-Politiker hatte im November vergangenen Jahres sein Bundestagsmandat niedergelegt. Dort saß er seit 2005. Von 2009 bis 2017 war er Vorsitzender der SPD. Zuletzt hatte Gabriel für Schlagzeilen gesorgt, nachdem spekuliert worden war, er würde Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA). Der Politiker entschied aber schließlich, dass er für den Posten nicht zur Verfügung stehe.

RND/das

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