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Siesta und Schlammbad: Wildtiere bei Hitze anpassungsfähig

Die meisten größeren Wildtiere in den nordrhein-westfälischen Wäldern können sich Experten zufolge gut an die derzeitige Hitze anpassen. Pflanzenfresser wie Rehe deckten ihren Feuchtigkeitsbedarf durch ihre grüne Nahrung, sagte Andreas Schneider vom nordrhein-westfälischen Landesjagdverband. Anders als auf den verdorrten Feldern sei auf dem Waldboden durchaus noch genug Grün zu holen.

02.08.2018

„Bei großer Hitze sucht sich das Wild ein schattiges Plätzchen und macht Siesta“, sagte Schneider. Aktiver würden sie dann erst in den kühleren Abend- und Morgenstunden. Kaninchen und Füchse würden sich verstärkt in ihre Höhlen zurückziehen. Tümpel und Wasserstellen seien nun bei allen gefragt, die Abkühlung suchten: So genehmigten sich Wildschweine in den heißen Stunden häufiger als sonst ein Schlammbad. „Das Suhlen im Schlamm erfrischt und sie können sich lästigen Ungeziefers entledigen“, sagte Schneider.

Schwerer haben es kleinere Tiere, wie Igel, Vögel und auch Insekten. Damit diese ihren Durst stillen können, sollten Gartenbesitzer kleine Tränken aufstellen, rät der Jagdverband. Futtermangel mache sich derzeit beispielsweise bei den Meisen bemerkbar, sagte Goetz Rheinwald von der nordrhein-westfälischen Ornithologengesellschaft.

„Derzeit hört man häufig die Bettellaute gerade flügge gewordener Jungmeisen. Ein untrügliches Zeichen, dass sie wenig Nahrung finden und auch ihre Eltern sie nicht satt bekommen“, sagte der Vogelkundler. Die Raupen, ihre bevorzugte Nahrung, seien ausgetrocknet oder hätten sich frühzeitig verpuppt. Auch Beeren, die etwa auf dem Speiseplan der Amsel stehen, hingen verdorrt an den Bäumen.

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