Nach jahrelanger Sperrung: Eselsweg am Drachenfels frei

Fast drei Jahre nach seiner Sperrung ist der Eselsweg zum Drachenfels seit Mittwoch wieder frei. Der bekannte Wanderweg, der von Königswinter bis zu der markanten Burgruine auf dem 321 Meter hohen Felsmassiv führt, war seit Januar 2017 wegen Steinschlaggefahr gesperrt. Nun sind die aufwendigen Sanierungsarbeiten an diesem Bereich des Berges abgeschlossen. Die Kosten belaufen sich nach Angaben der Kölner Bezirksregierung auf rund 3,5 Millionen Euro - ursprünglich war eine Million Euro kalkuliert.

27.11.2019, 02:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Drachenfels im Siebengebirge ist eines der beliebtesten Naherholungsziele in Nordrhein-Westfalen. Die Wiedereröffnung des Eselsweges war mehrfach verschoben worden, weil im Laufe der Sanierungsarbeiten immer wieder neue Schäden zutage traten. So wurden massive Risse im Fels erst sichtbar, nachdem die Steinwände von Erde und Bewuchs befreit worden waren.

Für die Arbeiten musste ein 53 Meter hohes Gerüst errichtet werden. Erst dann konnten Mitarbeiter von Spezialfirmen die Hunderte von Klüften mit Beton verschließen. Wuchtige Anker und Felsnägel wurden in den Stein getrieben, um ihn zu stabilisieren.

Denn das Gestein ist porös, immer wieder fiel Geröll herab. Schon Anfang der 1970er Jahre wurde im Auftrag des Landes NRW nach einem großen Steinschlag ein umfassendes Sicherungssystem mit Felsnägeln und -ankern installiert, um zu verhindern, dass der Drachenfels auseinanderbricht.

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