Shisha-Tabak geschmuggelt: Vater und Sohn vor Gericht

Ein Vater und sein Sohn sollen große Mengen Wasserpfeifen-Tabak aus dem Iran nach Deutschland geschmuggelt haben. Am Montag begann vor dem Bonner Landgericht der Prozess gegen die beiden Angeklagten wegen gewerbsmäßigen Schmuggels. Laut Anklage sollen die beiden den Tabak bei der Einfuhr zwar meist verzollt, den Wert der Ware aber zu niedrig angegeben haben. Dadurch sei ein Schaden von mindestens 160 000 Euro entstanden. Angeklagt sind 55 Fälle. Der 67-jährige Vater und sein 39 Jahre alter Sohn, die ein Im- und Exportunternehmen betreiben, sollen den Shisha-Tabak größtenteils über den Flughafen Köln/Bonn ins Land gebracht haben, sagte ein Gerichtssprecher.

29.10.2018, 21:53 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Angeklagten beteuern, dass der Wert des Tabaks aus dem Iran bei weitem nicht so hoch sei wie vom deutschen Zoll vorgerechnet. Tabak werde im Iran vom Staat subventioniert und sei deshalb billiger als zum Beispiel ägyptischer Tabak. Da das Gericht keinen Gutachter finden konnte, der dazu verlässliche Angaben machen konnte, regten die Richter eine Einstellung des Verfahrens gegen eine Geldstrafe an. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch der jüngere Angeklagte lehnten dies jedoch ab. Da der Vater krank war, wurde der Prozess zunächst vertagt.

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