Sexualdelikte in NRW um fast zehn Prozent gestiegen

Die Zahl der Ermittlungsverfahren wegen Sexualstraftaten ist in Nordrhein-Westfalen auf den höchsten Stand seit mindestens fünf Jahren gestiegen. Im vergangenen Jahr hätten die Staatsanwaltschaften mehr als 14 600 Ermittlungsverfahren wegen Taten gegen die sexuelle Selbstbestimmung eingeleitet, berichtete das NRW-Justizministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Das war eine Zunahme von 9,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

01.06.2019 / Lesedauer: 2 min
Sexualdelikte in NRW um fast zehn Prozent gestiegen

Ein Mädchen sitzt vor einer Wand auf der der Schatten einer Hand zu sehen ist. Foto: Julian Stratenschulte/Archivbild

2600 Taten wurden angeklagt und 600 Strafbefehle verhängt. Die Zahl der Verfahren stieg damit das dritte Jahr in Folge. Der Anstieg könnte im Zusammenhang mit einer Gesetzesänderung stehen. Das Sexualstrafrecht war Ende 2016 verschärft worden - Stichwort: „Nein heißt nein.“ Seither steht auch sexuelle Belästigung unter Strafe. Besonders schwere Sexualverbrechen werden gesondert ausgewiesen und sind in den Zahlen nicht enthalten.

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