Sexualdelikt im Zug nach Lünen: Polizei fasst mutmaßlichen Grabscher am ZOB

dzOpfer (14) aus Lünen

Eine 14-jährige Lünerin soll im Zug nach Lünen Opfer einer sexuellen Belästigung gewesen sein. Bei der Ergreifung des mutmaßlichen Täters halfen Zeugen.

Lünen

, 01.08.2019, 11:41 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zwei Streifenwagen-Besatzungen waren am Donnerstag am ZOB im Lüner Zentrum im Einsatz: Sie nahmen einen 32-Jährigen mit zur Wache, der verdächtigt wird, eine 14-Jährige aus Lünen im Zug nach Lünen sexuell belästigt zu haben.

Das Mädchen gab an, der Mann habe ihr im Zug zwischen den Bahnhöfen Preußen und Hauptbahnhof Lünen oberhalb der Kleidung an den Po gefasst. Das erklärte eine Sprecherin der Dortmunder Polizei am Freitagmorgen auf Anfrage der Redaktion. Das Mädchen habe zum Zeitpunkt der Belästigung gerade am Fahrkartenautomaten gestanden.

Zeugen hinderten den mutmaßlichen Grabscher an der Flucht

Am Bahnhof in Lünen versuchte der Verdächtige, ein Deutscher ohne festen Wohnsitz, zu fliehen. Daran wurde er jedoch von Zeugen gehindert, im Gerangel zerriss dessen T-Shirt. Die alarmierte Polizei konnte die Situation daraufhin beruhigen.

Der Mann habe offenbar Drogen konsumiert gehabt, berichtet die Polizei-Sprecherin. Die 14-Jährige hat mittlerweile Anzeige erstattet, die Ermittlungen laufen.

Nach den massenhaften Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht ist das Strafrecht für solche Fälle verschärft worden, solche Fälle werden jetzt unter §184i Strafgesetzbuch gefasst. Dort heißt es: „Wer eine andere Person in sexuell bestimmter Weise körperlich berührt und dadurch belästigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft (...).“

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