Sexismus-Vorwurf wegen Fleisch-Werbung

Ein Stück Fleisch, so schön wie eine Frau - dieser Slogan eines Fleischhändlers kam bei einigen gar nicht gut an. Sie empfanden entsprechende Plakate als sexistisch und beschwerten sich beim Werberat. Jetzt reagiert das Unternehmen.

22.08.2019, 14:53 Uhr / Lesedauer: 1 min

Diese Werbung eines Fleischgroßhändlers aus Pulheim bei Köln ist mit dem Sexismus-Vorwurf als Beschwerde beim Deutschen Werbe-Rat gelandet: Zu sehen ist auf einem Plakat das Bild eines freundlich lächelnden Mannes, der ein rohes Stück Fleisch schultert. Daneben der Spruch: „So schön wie eine Frau. Schmeckt nur anders.“ Darunter steht die Internetadresse des Fleischhändlers und ganz klein auch der Name des Inhabers, der selbst Modell stand.

Gegen diese Werbung in den Sozialen Medien und auf 29 Plakaten gingen 30 Beschwerden beim Deutschen Werberat ein, wie die Geschäftsführerin der Selbstkontrolleinrichtung der Werbewirtschaft, Julia Busse, am Donnerstag mitteilte. Die Beschwerdeführer kritisierten demnach die „Gleichsetzung von Frauen mit Produkten.“ Die Werbung ist als sexistisch und herabsetzend empfunden worden.

Direkt beim ersten Kontakt habe das Unternehmen zugesagt, die Werbung sofort zu stoppen und auch in Zukunft nicht weiter zu verwenden, sagte Busse. Im Internet sei das auch sofort passiert, sagte Unternehmenssprecher Ben Bereuter. Die Plakatwerbung sollte am Donnerstag überklebt sein.

Der Firmenchef habe auf humoristische Art und Weise auf die hochwertige Qualität seiner Produkte aufmerksam machen wollen, sagte Bereuter. Die Werbung habe keinesfalls diskriminierend oder sexistisch sein sollen. Die „Rheinische Post“ hatte zuerst berichtet.

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