Service-Wohnen in Lünen: Beratung to go im Rathaus kam bei Senioren und Angehörigen gut an

Service-Wohnen

Service-Wohnen statt im großen Haus allein zu leben, wenn die Kinder ausgezogen sind. Diesen Wunsch haben offenbar auch immer mehr Lüner, wie eine Info-Veranstaltung jetzt zeigte.

Lünen

, 12.11.2019, 12:48 Uhr / Lesedauer: 2 min
Service-Wohnen in Lünen: Beratung to go im Rathaus kam bei Senioren und Angehörigen gut an

Der Ratssaal war voll und auch auf der Empore hatten sich Interessenten eingefunden, die mehr über die Möglichkeiten des Service-Wohnens wissen wollten. © Liese

Der Bedarf an Service-Wohnen wächst. Weil die Gesellschaft immer älter wird und zum Glück auch viele Senioren noch lange in den eigenen vier Wänden wohnen können. Aber nicht unbedingt in den alten vier Wänden.

Wenn die Kinder aus dem Haus sind, wird eben dieses Haus vielen Paaren oder Alleinstehenden zu groß und die Arbeit darin zu viel. Deshalb überlegen immer mehr Senioren, in Wohnungen zu ziehen, die mit Service verschiedener Art werben.

Nach den Bustouren etwas Neues ausprobieren

Um die Interessenten - und auch deren Angehörige - über die Möglichkeiten dafür in Lünen zu informieren, gab es jetzt einen Infotag „Service-Wohnen in Lünen“ im Rathaus. Nachdem in den vergangenen Jahren immer wieder erfolgreich Bustouren zu den verschiedenen Häusern dieser Wohnform angeboten worden waren, wollten die AG Service-Wohnen in Lünen und die Koordinierungsstelle Altenarbeit etwas Neues ausprobieren.

Man wollte weg von der „Extraschicht“-Form hin zur ruhigen, intensiven Form, um die vielen Möglichkeiten der Wohnform darzustellen, aber auch ihre Grenzen.

So ist Service-Wohnen definitiv keine Wohnform für Demenzkranke in späteren Stadien.

Service-Wohnen in Lünen: Beratung to go im Rathaus kam bei Senioren und Angehörigen gut an

Im Ratssaal begrüßten die Organisatoren die zahlreichen Besucher des Infotags Service Wohnen. © Liese

„Der Ratssaal war voll und wir haben dann auch die Empore für Besucher geöffnet“, freut sich Annette Goebel, Koordinatorin für Altenarbeit, über die große Resonanz.

Das Alter der Besucher reichte von Mitte 40 bis Mitte 70 - Senioren, die sich für einen Umzug interessieren waren also ebenso gekommen wie Angehörige. „Es ist die Zielgruppe, die überlegt, ins Service-Wohnen umzuziehen“, so Annette Goebel.

Das Interesse an Gesprächen an den Infoständen war sehr groß. Bei einer Wiederholung müsse man diesem Bereich mehr Raum geben, stellten die Organisatoren fest.

Service-Wohnen in Lünen: Beratung to go im Rathaus kam bei Senioren und Angehörigen gut an

Vor dem Ratssaal gab es an Infoständen die Möglichkeit, sich über verschiedene Angebote in Lünen zu informieren. © Liese

Vertreten waren zehn Anlagen aus Lünen, die Wohnen mit Service anbieten - in Brambauer, Osterfeld, Mersch, Nordlünen, Lünen-Mitte. Annette Goebel: „Es war sozusagen Beratung to go und wesentlich intensiver als wir es bei den Fahrten im Bus tun konnten.“ Interessenten, die sich die Anlagen ansehen wollen, haben dazu nach Terminvereinbarung auch die Möglichkeit.

Im Ratssaal wurden die Wohnanlagen ebenfalls vorgestellt und Mitarbeiter der Pflege- und Wohnberatung des Kreises Unna erklärten, was Service-Wohnen eigentlich ist. Beantwortet wurden zudem Fragen rund um die Finanzierung durch die Abteilung Wohnen und Soziales der Stadt Lünen.

Gesprächsrunde mit Bewohnern und Angehörigen

Besonders gut kam die abschließende Gesprächsrunde mit Menschen, die im Service-Wohnen leben und Angehörigen, die manchmal von den Plänen ihrer Eltern überrascht waren, an. Moderiert von Tobias Kirschbaum, der sich dem Thema mit vielen Fragen näherte.

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