Senior auf Friedhof erschossen: Warten auf LKA-Gutachten

Drei Monate nach dem Tod eines 77-Jährigen auf einem Bochumer Friedhof laufen die Ermittlungen gegen zwei Polizeibeamte weiter. Es habe einige Zeit gedauert, bis man auf dem Gelände das gesuchte Projektil aufgespürt habe, sagte ein Sprecher der Polizei in Essen. Das Landeskriminalamt erarbeite derzeit ein ballistisches Gutachten. Das könne noch bis Ende August dauern. Es werde auch als Grundlage für weitere Zeugenvernehmungen benötigt.

14.07.2019, 10:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Senior auf Friedhof erschossen: Warten auf LKA-Gutachten

Ein Schild mit der Aufschrift „Polizei“ ist zu sehen. Foto: Ralf Hirschberger/Archivbild

Am Gründonnerstag war die Polizei zu dem Friedhof gerufen worden, weil ein Unbekannter in Begleitung einer Frau mit einem scharfen Gewehr aufgefallen war. Beim Einsatz trafen zwei Beamte auf den 77-Jährigen. Es soll plötzlich zu einer Bedrohungssituation gekommen sein, der bewaffnete Senior wurde an der Schulter getroffen. Eine Polizistin behandelte die stark blutende Wunde bis zum Eintreffen der Sanitäter. Der Mann starb zwei Tage später. Er hatte eine Jagderlaubnis, die unter engen Voraussetzungen auch für den Friedhof galt, wie sich später ergab.

Bei der Essener Polizei - sie ermittelt aus Neutralitätsgründen in Bochum - hieß es, man gehe von nur einem Schuss aus. Wer von den beiden Beamten ihn abgegeben habe, solle das LKA-Gutachten zeigen. Die Polizisten hätten dazu bisher geschwiegen. Ermittelt werde „wegen Körperverletzung mit Todesfolge oder wegen Totschlags“.

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