Seltener Steinkrebs lebt jetzt im Naturpark Eifel

Verstärkung für den seltenen und stark gefährdeten Steinkrebs in Nordrhein-Westfalen: Mehr als 130 gezüchtete Tiere wurden am Donnerstag im Nationalpark Eifel in einen kühlen, sauerstoffreichen Bach entlassen. Die Maßnahme ist nach Angaben der Nationalparkverwaltung Teil eines Ansiedlungsprojekts, das 2014 in dem Großschutzgebiet begonnen hat. Die Tiere werden bis zu zehn Zentimeter groß und reagieren sehr empfindlich auf den Eintrag von Schadstoffen vor allem von Insektenschutzmitteln ins Wasser, wie der Nationalpark mitteilte.

29.11.2018, 16:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Seltener Steinkrebs lebt jetzt im Naturpark Eifel

Ein Mann hält einen Steinkrebs in die Kamera. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv

Für die Flusskrebsart geht es ums Überleben: In NRW waren den Angaben nach 1990 nur noch drei Vorkommen bekannt, heute gibt es nur noch eins im Siebengebirge. In den Bächen des Nationalparks herrschen gute Lebensbedingungen für den Flusskrebs. Trotzdem gilt der Bestand der ersten Ansiedlung von 2014 als nicht stabil und wird darum noch nicht zu den Vorkommen gezählt.

Der Steinkrebs ist in seinem gesamten Verbreitungsgebiet in Zentral- und Südosteuropa gefährdet. NRW stellt die nordwestlichste Grenze des Gebietes dar. Am gefährlichsten für die Tiere ist die tödliche Krebspest, die durch Fische in Gewässer gelangen kann.

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