Sechzehn Essen als gute Tat an Heiligabend

Aktion in Imbissbude

Eine „gute Tat zum Jahresende“ wollte Firat Aydin vollbringen. Daher öffnete er an Heiligabend die Türen seines Imbisses für Mittel- und Obdachlose. Die Aktion war ein Erfolg.

von Julian Beimdiecke

Lünen

, 25.12.2018 / Lesedauer: 3 min
Sechzehn Essen als gute Tat an Heiligabend

Kümmerten sich darum, dass auch Mittel- und Obdachlose Heiligabend essen können (v.l.): Gunnar Madeheim, Sven Homann, Wiebke Madeheim, Inhaber Firat Aydin und Petra Homann. © Beimdiecke

Denn Aydin hatte nicht nur in den sozialen Netzwerken viel Lob und Zuspruch bekommen, als er dort seine Aktion angekündigt hatte – unter anderem wurde der Facebook-Beitrag der Ruhr Nachrichten zu dem Thema fast 400 Mal mit einem „Gefällt mir“ belegt. Viel wichtiger war, dass sein Angebot dann auch in der Realität von Hilfsbedürftigen angenommen wurde. In der Sonderöffnungszeit zwischen 14 und 17 Uhr kamen sechzehn Menschen in das „Antalya Döner Kebab & Pizza Haus“ und bekamen Essen und Getränke, ohne dafür bezahlen zu müssen. Zudem konnten sie sich bei den kalten Temperaturen in den Imbiss-Räumlichkeiten aufwärmen.

„Insgesamt hat alles gut geklappt“, resümierte Aydin daher am Ende des Tages. Es gab allen Grund zur Zufriedenheit. Das lag auch an guter Vorbereitung – denn auch, wenn noch mehr Menschen das Angebot in Anspruch genommen hätten, wäre er vorbereitet gewesen. „Zu essen gab es auf jeden Fall genug. Egal, wie viele gekommen wären – hungrig hätte niemand nach Hause gehen müssen.“

Keine Frage, ob - sondern nur „wie“

In personeller Hinsicht konnte sich Aydin zudem auf Unterstützung aus dem Bekanntenkreis verlassen: Petra Homann mit Sohn Sven und das Ehepaar Wiebke und Gunnar Madeheim waren als Helfer vor Ort. „Wir sind miteinander befreundet, natürlich hilft man da gerne bei so einer Aktion“, erklärte zum Beispiel Sven Homann, warum er dabei war. Für das Quartett stellte sich daher auch gar nicht die Frage, ob sie bei der Aktion helfen – sondern nur wann und wie sie Aydin unterstützen können. „Es ist einfach wichtig, denen zu helfen, denen es nicht so gut geht, deswegen sollte man nicht auf sie herabschauen, sondern dabei helfen, dass sie wieder hochkommen“, sagte auch Gunnar Madeheim. Neben den Freunden und Bekannten hatte sich das Taxiunternehmen Stern finanziell an der Aktion beteiligt.

Als die Imbisstüren geschlossen waren, ging es für Aydin und Co. dann zu ihren privaten Weihnachtsfeierlichkeiten. Dabei konnten sie sich parallel aber auch daran erfreuen, dass sich eine Menge Leute über das Gelingen ihrer Aktion mit ihnen gefreut auch haben: Ein Facebook-Post auf der Seite des „Antalya Döner Kebab & Pizza Haus“ kam innerhalb von kurzer Zeit schon wieder auf etliche „Gefällt mir“-Markierungen.

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