Richtig heizen mit Kaminholz: So machen Sie alles richtig – und sparen Geld

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Darf ein umweltbewusster Mensch mit Kaminöfen heizen? Ja, er muss es aber richtig machen. Die meisten Schadstoffe stoßen Kaminöfen aus, weil sie falsch bedient werden. Hier sind 7 Tipps.

Dortmund

, 23.11.2019, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Trockenheit und Borkenkäfer haben in den vergangenen Jahren zu ganzen Holzbergen geführt. Allerdings handelt es sich meist um Fichtenholz, das jetzt billig, aber bei Kaminofen-Besitzern wenig beliebt ist. Dadurch, dass die Waldbauern so viel zu tun hatten mit dem Schlagen von Fichten, ist das Angebot an Buchen- und Eichenholz knapper. Dieses Holz ist damit teurer geworden.

Daher hier die sieben wichtigsten Tipps, um möglichst ökonomisch mit dem Brennstoff umzugehen und zugleich möglichst wenig Schadstoffe zu produzieren:

1. Preiswertes Holz verwenden - auch wenn es mehr sein muss

Wer Geld sparen möchte, kann bedenkenlos auch preiswertes Fichtenholz verwenden. „Es schadet weder dem Ofen noch dem Schornstein“, sagt Klaus Egly, Vorsitzender des Bundesverbandes Brennholzhandel und -produktion. Nadelholz sei zwar leichter und daher benötige man für die gleiche Heizleistung mehr Volumen. Man müsse also ein größeres Volumen einkaufen, allerdings gleiche man den Gewichtsnachteil durch den geringeren Preis „locker“ wieder aus, sagt Egly.

2. Größe des Kamins ist entscheidend

Der Kamin muss die richtige Größe haben. Wer Zweifel hat, ob sein Kaminbauer in diesem Punkt richtig berät, sollte den Schornsteinfeger fragen.

3. Trockenes Holz nehmen - Messgeräte ermitteln die Feuchte

Das Brennholz muss naturbelassen und trocken sein. Es darf höchstens einen Feuchtegehalt von 25 Prozent haben. Das entspricht einem Wassergehalt von etwa 20 Prozent. Optimal ist ein Feuchtegehalt zwischen 15 und 20 Prozent. Das lässt sich mit mobilen Messgeräten ermitteln, die bereits ab etwa 10 Euro im Handel oder übers Internet zu haben sind.

4. Frisches Holz schnell spalten

Frisch eingeschlagenes Holz sollte rasch gespalten, dann abgedeckt, aber gut durchlüftet gelagert werden. Als Faustregel gilt: Je dichter eine Holzart ist, desto länger die Trocknungszeit. Während Nadel- oder Birkenholz in der Regel nach zwei Jahren trocken genug für den Ofen ist, sollten Eiche oder Buche ein Jahr längern trocknen.

Was kostet eigentlich Kaminholz?

Der Preisvergleich beim Brennholz ist knifflig. Ein Festmeter bezeichnet ein Kubikmeter Holz ohne Zwischenräume. Unter einem Raummeter versteht man einen Kubikmeter geschichtetes Scheitholz, wobei die Zwischenräume mitgerechnet werden. Bei Schüttholz wird das gespaltene Holz nicht sorgfältig geschichtet, sondern lose geschüttet. Unterm Strich bekommt man hier pro Kubikmeter im Vergleich zu den anderen Maßeinheiten das wenigste Holz. Außerdem sollte man wissen, dass ungespaltenes Holz mehr Zwischenräume produziert als gespaltenes. Zudem nimmt die Holzmenge pro Kubikmeter ab, je größer die Scheite sind.

5. Indianerzelt bauen

Beim Anheizen werden die meisten Fehler durch das Anzünden „von unten“ gemacht. Das Anzünden „von oben“ ist der bessere Weg. Dazu legt man zwei Scheite Holz quer in den Ofen. Darauf kommt der Kaminanzünder. Die Späne des Anzündholzes werden wie ein Indianerzelt darüber gebaut.

Die kleinen Späne werden zuerst entfacht und sorgen für schnelle Wärme, die großen Holzscheite brennen von oben langsam und gleichmäßig ab. Beim Anzünden benötigt der Ofen viel Sauerstoff, die Luftzufuhr sollte auf Maximum stehen. Sobald die Flammen alle Holzscheite entzündet haben, kann die Luftzufuhr gedrosselt werden. Nachgelegt wird, wenn das Holz zur Glut heruntergebrannt ist und nur noch kleine Flammen zu sehen sind. Die Spaltkante kommt dabei nach unten auf die Glut.

6. Weniger ist mehr

Der Kamin darf keineswegs zu voll gestopft werden sonst verbrennt das Holz nicht richtig.

7. Darauf achten, dass das Holz richtig verbrennt

Auf einen häufigen Fehler weist Klaus Egly, Vorsitzender des Bundesverbandes Brennholzhandel/ Brennholzproduktion, hin: „80 Prozent der Kaminofenbetreiber fahren abends die Sauerstoffzufuhr so weit runter, dass das Holz nicht richtig verbrennt, sondern vor sich hin glimmt. Das erzeugt eine Unmenge unnötiger Schadstoffe, verrußt den Ofen, ohne dass richtig Wärme abgegeben wird. Besser ist es, abends noch einmal richtig durchzuheizen.“

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