Schwerter Amnesty-Gruppe ruft zur Unterstützung von Menschenrechts-Aktivistinnen auf

Briefmarathon

Die Schwerter Amnesty-Gruppe unterstützt den Briefmarathon zur Unterstützung von Menschenrechts-Aktivistinnen. In der Stadtbücherei liegen vorgefertigte Briefe zur Unterschrift aus.

Schwerte

27.11.2018, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schwerter Amnesty-Gruppe ruft zur Unterstützung von Menschenrechts-Aktivistinnen auf

Die Ehrenamtliche Karin-Barbara Schlüter sitzt am Stand von Amnesty in der Stadtbücherei. © Bernd Paulitschke

Der Amnesty-Briefmarathon hat Erfolg: Wenn jedes Jahr im Dezember weltweit hunderttausende Menschen Briefe und E-Mails an Regierungen schreiben und sie auffordern, gewaltlose politische Gefangene freizulassen, und Unrecht zu beenden, bleibt das nicht wirkungslos. Auch die Schwerter Amnesty-Gruppe beteiligt sich an diesen Aktionen. Die Freilassung des tschadischen Bloggers Mahadine oder des Amnesty-Ehrenvorsitzenden Taner Kilic und der „Istanbul 10“ sind nur zwei Beispiele.

Diese guten Nachrichten sind Ansporn für den Briefmarathon 2018. Darum lädt die Amnesty Gruppe Schwerte von Donnerstag, 29. November, bis Samstag, 15. Dezember, in die Stadtbücherei ein. Dort können vorbereitete Appellbriefe direkt unterschrieben und in eine Sammelbox geworfen werden. Der Informationsstand wird auch einen Tag an der Gesamtschule und an den beiden Gymnasien zu Gast sein.

2018 setzt sich Amnesty International für Frauen ein, die als Menschenrechtsverteidigerinnen oftmals ganz besonders gefährdet sind:

Marielle Franco aus Brasilien

Für Marielle Franco aus Brasilien, die sich als Kommunalpolitikerin für soziale Ungerechtigkeit und Gewalt in Rio de Janeiro einsetzte und im März erschossen wurde. Amnesty fordert das Aufklären des Mordes. Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden.

Atena Daemi aus dem Iran

Für Atena Daemi aus dem Iran, die auf Facebook und Twitter die hohen Hinrichtungszahlen im Iran kritisierte, Flugblätter gegen die Todesstrafe verteilte und an einem friedlichen Protest gegen die Hinrichtung einer jungen Frau teilnahm. Sie wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt, und in der Haft misshandelt. Ihr Gesundheitszustand hat sich dramatisch verschlechtert, es wird ihr keine angemessene Gesundheitsversorgung gewährt.

Geraldine de Chacón aus Venezuela

Für Geraldine de Chacón aus Venezuela, die benachteiligte Jugendliche in den Armenvierteln unterstützt. Im Februar wurde sie von Angehörigen des Geheimdienstes abgeholt und willkürlich inhaftiert. Obwohl ein Gericht ihre Freilassung anordnete, wurde sie vier Monate lang unter miserablen Haftbedingungen festgehalten. Unter Auflagen kam sie frei - muss aber jederzeit mit einer erneuten Festnahme rechnen.

Nonhle Mbuthuma aus Südafrika

Für Nonhle Mbuthuma aus Südafrika, die sich gegen die Vertreibung ihres Volkes in der Provinz Ostkap einsetzt. Sie leistet Widerstand gegen die Interessen eines Bergbauunternehmens, das in der Region Titan abbauen will. 2016 ist einer ihrer Mitstreiter erschossen worden, sie selbst steht auch auf einer „Todesliste“, und hat einen versuchten Anschlag überlebt.

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