Schwertangriff auf Ex-Polizist: Wegen Mordlust vor Gericht

Nach einem hinterhältigen Schwertangriff auf einen pensionierten Polizeibeamten in Troisdorf muss sich ein 26-Jähriger vor dem Bonner Schwurgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten versuchten Mord aus Mordlust sowie Heimtücke vor. Anfang April soll der Angeklagte einen 64-jährigen ehemaligen Polizeibeamten an einem Flaschencontainer von hinten grundlos mit einem Samurai-Schwert angegriffen haben.

19.11.2018, 15:29 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dabei erlitt der Pensionär einen Schlag auf den Kopf und schwerste Verletzungen an Armen und Händen. Anschließend war der Angreifer mit dem Fahrrad des Polizisten geflüchtet, laut Anklage habe er geglaubt, dass das Opfer tot sei. Dem 64-Jährigen gelang es Hilfe zu holen. Durch eine achtstündige Not-Operation konnte er gerettet werden.

Am ersten Prozesstag hat der Angeklagte den Schwertangriff eingeräumt, allerdings bestreitet er, dass er losgezogen sei, um einen Menschen zu töten. Nach dem Vortrag seines Verteidigers sei er „seit Tagen von der Rolle“ gewesen. Das Samurai-Schwert habe er zum Holzhacken mitgenommen. Auf dem Heimweg sei er auf einem dunklen Parkplatz von einem Fremden mit einer Taschenlampe angestrahlt worden. Das habe er als „bedrohliche Situation begriffen und mit dem Schwert wiederholt zugeschlagen“. Erst Zuhause habe er realisiert, dass Blut an seiner Kleidung und am Schwert klebte.

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