40 Jahre Lünsche Mess, 50 Jahre Schwanenflieger: Familiensache auf dem Rummel

Lünsche Mess

Das Kettenkarussell von Günther Hornig hat schon einige Jahre auf dem Buckel und ist trotzdem auch auf der Lünschen Mess beliebt wie eh und je. Warum das so ist, verrät er uns im Gespräch.

Lünen

von Jan-David Runte

, 06.09.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
40 Jahre Lünsche Mess, 50 Jahre Schwanenflieger: Familiensache auf dem Rummel

Nostalgietrend: 70 Jahre alt ist der Schwanenflieger von Günther Hornig und begleitet bereits drei Generationen der Familie. © Antonia Gutzmann

Seit 70 Jahren nun bringt sein Schwanenflieger die Fahrgäste dem Himmel ein Stück näher. So lange schon ist das Kettenkarussell von Günther Hornig (51), das auch dieses Jahr wieder auf der Lünsche Mess zu finden sein wird, in Betrieb.

Der Schwanenflieger ist schon von den ersten Tagen der Lünsche Mess an dabei. Auf der Himmelfahrtskirmes ist er auch immer vertreten. 1960 startete er hier seine erste Fahrt in Besitz der Familie Hornig, damals noch unter der Aufsicht von Hornigs Opa.

Viele Schausteller kämpfen mit steigenden Gebühren

Selbstverständlich ist er damit nicht nur in Lünen vertreten, sondern auch in anderen Städten, aber nach Lünen kommt er trotzdem immer wieder gerne: „Hier sind die Stellplatzgebühren in den letzten Jahren zwar auch wieder gestiegen, aber es ist trotzdem noch eine der günstigeren Städte.“ Auch andere Schausteller berichten immer wieder von Problemen durch die steigenden Stellplatzgebühren.

Das Spiel mit den Preisen

Dass die Gebühren für einen Stellplatz auf der Kirmes steigen, wirkt sich letztendlich auch auf die Fahrkartenpreise aus: Hornig musste den Preis für eine Fahrt dieses Jahr um 50 Cent auf drei Euro hochsetzen: „Ich habe versucht, ihn möglichst lange bei 2,50 Euro zu halten, aber irgendwann geht es einfach nicht mehr. Viele andere Schausteller reden schon nach einer Preiserhöhung davon, um weitere 50 Cent erhöhen zu wollen und den Preis in kleinen Schritten immer weiter zu steigern, aber das will ich nicht.“ Nun möchte er diesen Preis wenigstens für die nächsten fünf Jahre halten: „Die Kirmes ist schließlich hauptsächlich für die Bürger da, damit sie hier ein Wochenende Spaß haben können.“

Kirmes ist auch Nostalgie

Wie sich der Geschmack der Bürger im Laufe der Zeit geändert hat, weiß er auch. Eine Zeit lang sei der Trend mehr zu spektakulären Fahrgeschäften hingegangen, die eine Menge Nervenkitzel versprachen. Höher, schneller, weiter, war die Devise. Doch inzwischen besinnen sich viele wieder zurück auf die klassischen Karussell, wie seinen Schwanenflieger. „Nostalgie spielt heutzutage auch eine große Rolle beim Kirmesbesuch.“

An Besuchern mangelt es nicht

Die Aussage von Hornig scheint sich zu bestätigen: „Während der Finanzkrise haben wir schon gemerkt, dass nicht mehr so viele Besucher gekommen sind, aber in den letzten Jahren ging es wieder bergauf.“ Insgesamt ist er also positiv gestimmt, wie es mit der Zukunft für sein Fahrgeschäft aussieht - entsprechend wird es auch in Lünen mit allen Lichtern in vollem Glanz erstrahlen und seine Schwingen für die Besucher der 40. Lünschen Mess ausbreiten.

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