Schutz für Ziege und Schaf vor Wölfen: Nabu zeigt Zäune

Der Naturschutzbund Nabu hat für Tierhalter Schutzmöglichkeiten vor Wolfsattacken demonstriert. In Hamminkeln am Niederrhein führte der Nabu am Samstag mehrere Zäune auch mit elektronischer Sicherung vor. Die Region ist eines von drei Gebieten in Nordrhein-Westfalen, in denen sich ein Wolf angesiedelt hat.

29.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Schutz für Ziege und Schaf vor Wölfen: Nabu zeigt Zäune

Ein Wolf. Foto: Carsten Rehder/Archivbild

Den Haltern von Schafen und Ziegen macht die Wölfin, die vor etwa einem Jahr im Raum Schermbeck zwischen dem nördlichen Ruhrgebiet und dem Münsterland heimisch wurde, Sorgen. Auf das Konto dieses Tieres gehen bislang rund 20 Angriffe auf Nutztiere. Es gibt die Befürchtung, dass das Tier sich immer wieder so verhalten könnte, statt seine Beute in der Natur zu finden.

Der Schafzuchtverband Nordrhein-Westfalen fordert eine Lösung. Der Schutz für die erste niedergelassene Wölfin in NRW dürfe nicht „weiterhin auf Kosten der Nutztiere und ihrer Halter gehen“.

Das Verhalten der Wölfin sei „auffällig“, meint auch der Nabu. In Schermbeck sei insgesamt zu langsam gehandelt worden. Ein flächendeckender, fachgerechter Herdenschutz in Wolfsgebieten sei nötig. Es müsse der Wölfin zunehmend schwerer gemacht werden, weiter Schafe zu reißen. Einen hundertprozentigen Schutz gebe es aber nicht.

In NRW leben seit 2018 drei einzelne Wölfe: in der Gegend um Schermbeck, in der Senne bei Bielefeld sowie im nordrhein-westfälischen Teil der Eifel.

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