Schummel-Software in Spielautomaten: Haftstrafe für Hagener

Ein Spielhallenbetreiber manipuliert Automaten mit einer Schummel-Software. So spart er Steuern in Millionenhöhe. Das Gericht verhängt eine Haftstrafe.

06.12.2019, 15:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schummel-Software in Spielautomaten: Haftstrafe für Hagener

Personen stehen vor der Tür eines Verhandlungssaals, über dem der Schriftzug „Schwurgericht“ steht. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archivbild

Ein Spielhallenbetreiber aus Hagen ist wegen Steuerhinterziehung in Höhe von fast 20 Millionen Euro verurteilt worden. Die Richter am Hagener Landgericht verhängten am Freitag fünfeinhalb Jahre Haft. Der 43-jährige Angeklagte hatte im Laufe des Prozesses gestanden, die Geldautomaten in seinen Spielhallen in Dortmund, Datteln und Duisburg mithilfe einer Software manipuliert zu haben, sodass diese viel zu geringe Umsätze aufzeichneten. Durch diesen Trick drückte der Angeklagte seine Steuerlast massiv nach unten.

Der 43-Jährige hatte sich und seiner Familie in den vergangenen Jahren ein wahres Luxusleben gegönnt. Zahlreiche Sportwagen und Immobilien, die von den gesparten Steuermillionen gekauft worden waren, wurden jedoch inzwischen von der Staatsanwaltschaft verwertet. Insgesamt sollen so rund sieben Millionen Euro an den Staat zurückgeflossen sein. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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