Schumacher: „Unterstellungen der frechsten Sorte“

Der frühere Nationaltorhüter Toni Schumacher hat sich bei seinem Abschied als Vize-Präsident des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln schwerem Gegenwind ausgesetzt gesehen. „Das sind Unterstellungen der frechsten Sorte“, sagte der sichtlich geschockte Schumacher, nachdem ihm bei der Aussprache der Fans unter anderem vorgeworfen wurde, Präsident Werner Spinner aus dem Amt gemobbt zu haben. Ein Mitglied erklärte, ein einstiges Plakat gegen Wolfgang Overath, er sei „Als Spieler eine Legende, als Präsident eine Tragödie“ gewesen, passe auch auf Schumacher.

08.09.2019, 15:09 Uhr / Lesedauer: 1 min

In seiner eigenen Rede hatte Schumacher zuvor erklärt, er ginge „ohne Groll und Zorn“, sendete aber einige Seitenhiebe ab. „Man kriegt vielleicht Toni Schumacher aus dem FC heraus. Aber man kriegt den FC nie, nie, nie aus Toni Schumacher heraus.“ Über eine mögliche Zukunft beim FC sagte er: „Wenn ich gefragt werde, werde ich da sein.“

Schumacher, der seit 2012 amtierte, gab zu, dass er mit dem anderen Vize-Präsident Markus Ritterbach gerne wieder kandidiert hätte. „Dafür hätte es gute Gründe gegeben“, erklärte der 65-Jährige: „Aber ich wollte dieses Endspiel nicht, obwohl ich Endspiele liebe. Zwei Teams mit demselben Wappen auf der Brust, das darf nicht sein.“ Der Mitgliederrat entschied sich für ein Trio um Werner Wolf, das am Sonntag ohne Gegenkandidaten zur Wahl antrat.

Schumacher warnte die 3456 anwesenden Mitglieder ohne Namen zu nennen aber: „Es gibt Menschen, die verwechseln gerne Ursache und Wirkung und begeben sich in die Opferrolle. Lasst euch nicht blenden.“ Auch Ritterbach mahnte: „Achtet auf das, was die Leute auf der Bühne wirklich leisten. Nicht auf das, was sie versprechen.“ Zu Schumacher sagte er auf der Bühne: „Toni, in den letzten Monaten ist man nicht so richtig gut mit uns umgesprungen.“

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