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Schulleiter-Trio des AFG parodiert sich zum Abschied selbst

Anne-Frank-Gymnasium

Der Kapitän und seine Crew gehen von Bord: AFG-Schulleiter Heinz-Joachim Auferoth geht in den Ruhestand. Neben ihm verlassen weitere Mitglieder der Führungsspitze das Anne-Frank-Gymnasium.

Werne

, 10.07.2018
Schulleiter-Trio des AFG parodiert sich zum Abschied selbst

Heinz-Joachim Auferoth (v.l., Schulleiter), Elisabeth Greber (stellvertretende Schulleiterin) und Franz Kottmann (Mittelstufenorganisator) feierten am Dienstag offiziell Abschied von ihrer Schule. © David Reininghaus

Zum Abschied bereiteten Schüler, Kollegen, Elternvertreter und weitere Wegbegleiter dem Trio eine große Bühne. Auch die Schulleiterin der ersten Stunde, Maria Hof, war bei der offiziellen Verabschiedung am Dienstagmittag in der Mensa des Anne-Frank-Gymnasiums dabei.

Sie alle waren gekommen, um Schulleiter Heinz-Joachim Auferoth (63), Stellvertreterin Elisabeth Greber (63) und Mittelstufenkoordinator Franz Kottmann (65) in den Ruhestand zu verabschieden. Wie Johanne Nau-Wiens von der Bezirksregierung Arnsberg erklärte, sei es auch für ihre Behörde ungewöhnlich, dass eine Führungsriege komplett aufhört. Verschiedene Redner ließen keinen Zweifel daran, dass der Weggang des Trios menschlich und fachlich eine Lücke reißt.

Das Schiff Anne Frank zielsicher gesteuert

Bürgermeister Lothar Christ bemühte einen maritimen Vergleich: „Es kommt mir so vor, als ob der Kapitän mit wichtigen Crew-Mitgliedern von Bord geht“, sagte er. Kapitän Auferoth habe stets die Gesamtverantwortung getragen und sich als „Teamplayer“ erwiesen. Das Schiff Anne Frank habe Auferoth zielsicher gesteuert, auch in Krisenzeiten.

Schülerin Antonia Leutloff schätzte an Franz Kottmann vor allem den „liebevollen Umgang“ und dass „er alles aus den Schülern herauszuholen“ wusste. Mit Auferoth, Greber und Kottmann würden die Schüler nicht nur Lehrer, sondern auch „Vorbilder, Partner und Repräsentanten“ verlieren. Ein dickeres Lob aus der Schülerschaft ist kaum möglich.

Schulleiter-Trio des AFG parodiert sich zum Abschied selbst

Sketche und musikalische Darbietungen von Schülern und Kollegen lockerten das Programm am Dienstag auf. © David Reininghaus

Sketche und musikalische Darbietungen von Schülern und Kollegen lockerten das Programm zwischen den Reden immer wieder auf. Auferoth, Greber und Kottmann hatten am Ende gar ein eigenes Stück parat, in dem sie sich selbst parodierten und dabei ihre Ära an der Schule nacherzählten.

„Das war sehr aufwühlend, mein Adrenalin fließt richtig“, so Greber im Anschluss an die offizielle Verabschiedung. Sie freute sich über die Wertschätzung, die dem Dreigestirn in den Beiträgen entgegengebracht wurde.

Besondere Anekdoten aus der Zeit am AFG

Nach so vielen Jahren, seit 1981 war sie am AFG, sei es schwer, ein besonderes Ereignis herauszupicken. Eine Sache war da aber doch. „An meinem ersten oder zweiten Tag habe ich eine achte Klasse unterrichtet. Auf einmal war dort aber ein Mädchen zu viel und ein Junge zu wenig im Raum“, berichtet sie von ihrer damaligen Verunsicherung.

Woran das lag, klärte sich schnell auf: „Ein Junge hatte sich einen Scherz erlaubt und sich verkleidet.“ Eine Schule mit Humor. Auch das sei prägend für das AFG, so Greber, die seit 2011 stellvertretende Schulleiterin war. Als ständig stellvertretender Leiter übernimmt Thorsten Kluger.

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Schulleiter Auferoth war „erleichtert“ und freute sich über eine „schöne Veranstaltung“. Auch er gab zum Abschluss eine Anekdote zum Besten. „Ich habe mit Frau Greber und Herrn Kluger zusammengesessen, als ein Fünft- oder Sechstklässler nach ‚Herr Gregg‘ gesucht hat. Dann habe ich ihm gesagt, dass es ‚Herrn Gregg‘ heißt. Er hat es aber nicht verstanden.

Wir haben ihn gefragt, ob er schon einmal was vom Dativ gehört hat, er meinte nur ‚ne‘. Dann wollten wir wissen, was das für ein Fall ist. Der Schüler: ‚Ein Vertretungsfall‘. Da lagen wir lachend unterm Tisch“, schmunzelte Auferoth. „Dann haben wir dem Jungen etwas Süßes geholt.“

Auferoth-Nachfolge noch offen

Auferoth möchte die Pensionszeit unter anderem dazu nutzen, mehr Fahrrad zu fahren. Und vielleicht führt seine Tour ja ab und zu am AFG vorbei. Wer dessen Nachfolger ist, ist noch offen. „Wir hoffen aber, eine Lösung noch in den Ferien verkünden zu können“, sagte Schuldezernent Alexander Ruhe.

Währenddessen freut sich Franz Kottmann auf mehr Zeit mit seiner Frau Hildegard. Die hat auch schon eine Idee, wie man diese verwenden könnte. „Es gibt drei Arbeitszimmer zuhause aufzuräumen“, sagte sie lachend. Kottmann selbst hat den Abschied noch nicht ganz realisiert: „Das wird wohl noch anders, wenn ich heimkomme. Ich habe jetzt die ganz großen Ferien.“