Schulcheck: Für die Geschwister-Scholl-Gesamtschule ist der Name auch eine Verpflichtung

dzSchuljahr 2020/21

Die Geschwister-Scholl-Gesamtschule ist, gemessen an den Anmeldezahlen, die beliebteste Schule Lünens. Warum das so ist, erklären Schüler, Lehrer und Eltern heute in unserem Schulcheck.

Lünen

, 10.10.2019, 04:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die Geschwister-Scholl-Gesamtschule sieht ihren Namen als Verpflichtung an: Einmal im Jahr gedenken die Schüler an einem Projekttag der Geschwister Scholl und ihres Widerstandes gegen den Nationalsozialismus.

Dass macht unsere Schule so besonders

Das sagt Schulsprecherin Emma Brinkmann: „Die GSG nutzt viele Möglichkeiten aus einer Schule einen Ort zu schaffen, wohin man gerne geht. Zum einen werden durch die unterschiedlichen Profile und AG’s in den jüngeren Jahrgängen die Interessen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt und gefördert.

Zum anderen werden durch Projekte und Methodentage Themen behandelt, die nicht als solche im Lehrplan zu finden sind, jedoch für die persönliche Weiterentwicklung der Schüler*innen und für die Gesellschaft wichtig sind.

Ein Beispiel ist der jährliche Projekttag am 22. Februar, an dem wir der Geschwister Scholl gedenken. In jedem Jahrgang wird etwas anderes vorbereitet, um an die Zeit von damals zu erinnern und sie nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Die SV geht an dem Tag in die Stadt mit weißen Rosen, um die Menschen in Lünen darauf aufmerksam zu machen.

Dieses Projekt und einige weitere an unserer Schule wie der Kinder-Hospiztag oder die Kooperation mit der Partnerschule in Namibia regen in zum Nachdenken an und tragen zum besseren Verständnis in vieler Hinsicht bei. Durch die Zusammenarbeit mit der Initiative ,Schule ohne Rassismus Schule mit Courage‘ werden Diskriminierungen in jeglicher Form verurteilt. Aufgrund einer vertrauensvollen Atmosphäre zwischen Schülern und Lehrkräfte herrscht ein angenehmes Schulklima.“

Darum empfehlen Eltern diese Schule

Das sagt Elternpflegschaftsvorsitzender Carsten Wolkenarr: „Die GSG zeichnet sich durch ihre Profilklassen, AG’s, das durchgängige G9-Abitur, die ständige Weiterentwicklung der Bildungskonzepte und ein sehr engagiertes Kollegium aus.

Den Übergang auf die neue Schulform erleichtert die Schule durch eine Eingewöhnungsphase, bei der die Kinder sanft an die neuen Gegebenheiten herangeführt werden. Die verschiedenen Bildungsvoraussetzungen, Interessen und Leistungsmöglichkeiten der Kinder werden im Schulalltag berücksichtigt und das individuelle Lernen gefördert.

Die Schule vermittelt klassische Werte wie den achtungsvollen Umgang miteinander, Mut und Engagement sich für Menschen einzusetzen sowie Toleranz und Akzeptanz gegenüber Vielfalt und Verschiedenheit. Diese Werte werden von allen Beteiligten gemeinsam vertreten und im Alltag auch gelebt.

Für alle Probleme stehen Ansprechpartner der Schule (vom Klassenlehrer bis zur Schulleitung) oder der Elternvertretung (Klassen-, Schulpflegschaft) zur Verfügung. Durch die sehr gute Zusammenarbeit der Schule mit der Elternvertretung ist gewährleistet, dass alle Themen aus der Elternschaft Gehör finden.

Aus meiner Sicht fehlt es der GSG und allen anderen Schulen an der Unterstützung aus der Verwaltung / Politik. Viele Probleme (Räumlichkeiten, technische Ausstattung usw.) wären längst erledigt, wenn es mehr finanzielle Unterstützung und weniger bürokratische Hürden gäbe. (...).“

Schulcheck: Für die Geschwister-Scholl-Gesamtschule ist der Name auch eine Verpflichtung

Carsten Wolkenar, Elternpflegschaftsvorsitzender. © Andrea Weiner

So digital tickt unsere Schule

Das sagt Schulleiter Christian Gröne: „Schülerinnen und Schüler erlangen grundlegende Fähigkeiten im Umgang mit digitalen Endgeräten als Arbeitsmittel sowie den gängigen Office-Anwendungen, indem sie spiralcurricular Stufen einer informationstechnologischen Grundbildung durchlaufen, die obligatorische und fakultative Elemente enthält. Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher sozialer Herkunft haben die gleichen Möglichkeiten des Kompetenzerwerbs in der Nutzung digitaler Medien.

Digitale Medien werden gemäß Medienkompetenzrahmen zunehmend regelmäßig eingesetzt, um einen Unterricht zu ermöglichen, der individualisierend auf die Bedürfnisse heterogener Lerngruppen eingeht und auf kooperatives Arbeiten in einer vernetzten Welt vorbereitet.

Schülerinnen und Schüler werden angeleitet sich mit einem kritischen Blick für mögliche Gefahren im Internet zu bewegen und erhalten grundsätzliche Informationen zu rechtlichen Aspekten wie Datenschutz, Urheberrecht und Bildrechte, richtigem Verhalten in Chats und Netzwerken, Schutz der Privatsphäre in sozialen Netzwerken.“

Schulcheck: Für die Geschwister-Scholl-Gesamtschule ist der Name auch eine Verpflichtung

Schulleiter Christian Gröne. © ZauberFotografie

Hier hat unsere Schule noch Nachholbedarf

Schulleiter Christian Gröne: „Für den flexiblen unterrichtlichen Einsatz digitaler Endgeräte in den Klassenräumen ist es unerlässlich, dass die entsprechende Infrastruktur auf alle Gebäudeteile der Schule ausgeweitet wird.

Zu nennen ist hier vor allem der Ausbau des W-LAN-Netzes und die Anschaffung moderner Präsentationsmedien über Fach- und Oberstufenräume hinaus. Dies soll ebenso wie die Anschaffung weiterer mobiler Endgeräte über die zur Verfügung stehenden Landes- und Bundesmittel bald realisiert werden.

Der Schulhof soll zukünftig besonders für die jüngeren Schülerinnen und Schüler ein noch breiteres Angebot an Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten bieten.“

So berichtet die Presse über die Schule

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und jedem Absolventen die Chance auf einen Ausbildungsplatz zu ermöglichen, hat sich die Geschwister-Scholl-Gesamtschule mit der Stiftung Weiterbildung des Kreis Unna zusammengetan. Daraus entstand eine Aktion, in deren Rahmen die GSG-Schüler sich mit Azubis aus 13 Lehrberufen austauschen konnten.

Hier geht es zu den bisher erschienenen Schulchecks:

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