Schülerin aus Münster siegt bei Geschichtswettbewerb

Eine Schülerin aus Münster wird für ihre Forschung zu den vietnamesischen „Boatpeople“ mit einem ersten Preis im Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ausgezeichnet. Zahlreiche weitere Schüler aus Nordrhein-Westfalen können sich ebenfalls über zweite und dritte Preise freuen, wie die Körber-Stiftung mitteilte.

19.11.2019, 06:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Lena Huynh, Schülerin der 13. Klasse der Friedensschule in Münster, hat in ihrer erstplatzierten Forschungsarbeit die Fluchtgeschichte ihres Vaters reflektiert und sich auf diese Weise mit den Folgen des Vietnamkrieges, den Umständen der Flucht sowie mit Fragen des Ankommens befasst. Dabei gehe es auch um das frühere Schweigen des Vaters über das Thema als wichtige Strategie der persönlichen Krisenbewältigung. Huynh gehe auf „ganz faszinierende und wahnsinnig bewegende Weise“ an ihr Thema heran, lobte die Jury. Als eine von fünf Erstplatzierten erhält Huynh 2000 Euro.

Die Siebtklässler Mika Wolff und Luke Hedfeldt von der Maristenschule in Recklinghausen haben sich mit der eng mit der Bergbaugeschichte im Revier geknüpften Geschichte des Theaterfestivals Ruhrfestspiele befasst. Eine Schülergruppe der 3. Klasse der Roncallischule in Beckum bei Hamm wird ausgezeichnet für ein „Mut-Mach-Buch“, in dem Schüler schildern, wie sie oder ihre Eltern persönliche Krisen von Tod, Krankheit, Flucht und Ankommen gemeistert haben. Acht dritte Preise gehen nach Herford, Detmold, zweimal nach Münster, Emsdetten, Geilenkirchen, Hamm und Rüthen.

An dem Geschichtswettbewerb zu dem Thema „So geht's nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch“ beteiligten sich bundesweit mehr als 5600 Kinder und Jugendliche und reichten 1992 Beiträge ein. Insgesamt vergibt die Körber-Stiftung 50 Preise für die besten Arbeiten. Die fünf ersten Preise sollten am Dienstagvormittag von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue überreicht werden.

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