Schüler sprechen mit Holocaust-Überlebender im Landtag

Im nordrhein-westfälischen Landtag hat am Montag die Holocaust-Überlebende Inge Auerbacher mit mehr als hundert Schülern gesprochen. Die in New York lebende jüdische 84-Jährige berichtete in dem Zeitzeugen-Gespräch von ihrem Schicksal im Nationalsozialismus. Die 1934 in Süddeutschland Geborene war als Kind in das NS-Konzentrationslager Theresienstadt gebracht worden. 20 ihrer Verwandten starben. 1946 emigrierte sie mit ihren Eltern in die Vereinigten Staaten.

02.09.2019, 18:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schüler sprechen mit Holocaust-Überlebender im Landtag

Inge Auerbacher, Holocaust-Überlebende aus New York, zeigt den Judenstern, den sie als Kind tragen musste. Foto: Federico Gambarini

In einem immer noch schwäbisch gefärbten Deutsch berichtete die temperamentvolle Amerikanerin von ihren Kindheitserlebnissen. „Man hat die Wahl, ein guter Mensch zu sein“, sagte Auerbacher immer wieder den Schülern aus Bottrop, Ratingen und Düsseldorf. Die 84-jährige Chemikerin mahnte die jungen Leute, nicht denen hinterherzulaufen, die andere herabsetzen und nicht respektieren. An dem Gespräch war auch die Antisemitismusbeauftragte des Landes, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, beteiligt.

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