Schnelle Finanzspritze für alleinstehende Eltern

dzUnterhaltsvorschuss

Der Unterhaltsvorschuss von der Stadt soll die Empfänger vor Notlagen schützen. Gewährt wird er vergleichsweise unbürokratisch und schnell. Gerade dies begünstigt aber auch den Missbrauch.

18.12.2018 / Lesedauer: 2 min

Wenn ein Unterhaltspflichtiger nicht für seine Kinder aufkommen will, kann dies unmittelbare Notlagen auslösen. Empfängerin oder Empfänger von Unterhaltsleistungen müssen alleinerziehend ihre Kinder „durchbringen“. Oft sind sie durch ihre Erziehungsaufgabe eingeschränkt, was ihre Berufstätigkeit angeht. Unterlässt ein Unterhaltspflichtiger seine Zahlungen, fehlt Geld in der Kasse, das eigentlich da sein müsste.

Erst helfen, dann den Fall aufklären

Die Idee des Unterhaltsvorschusses ist es - vereinfacht gesagt - mit einer Überbrückung auszuhelfen. Die Stadt gibt den Empfängern Geld, um es danach gegebenenfalls von Unterhaltspflichtigen zurückzuholen. Diese Reihenfolge ist wesentlich, um Betroffene vor Not zu schützen. Doch beim Versuch, das Geld wieder hereinzuholen, stößt die Stadt bisweilen auf Überraschungen.

Im Idealfall lassen sich die Unterhaltspflichtigen sehr schnell darüber aufklären und überzeugen, die vorgeschriebenen Zahlungen doch zu leisten - und auch der Stadt ihren Vorschuss zurückzuerstatten.

Nicht jeder säumige Zahler begeht Unrecht

Bisweilen stellt die Stadt allerdings fest, dass der vermeintlich Unterhaltsverpflichtete tatsächlich nicht zahlen muss. Veränderungen der Lebensverhältnisse wie zum Beispiel Einkommensverluste durch Arbeitslosigkeit können dazu führen, dass ein bislang Zahlungspflichtiger nun weniger oder gar kein Geld zu zahlen hat. Zum Schutz der Kinder läuft der Unterhaltsvorschuss dann trotzdem, bis eine reguläre Lösung im Sozialsystem gefunden ist. Die Aussichten der Stadt, diese Mittel zurückzubekommen, sind allerdings eher theoretisch.

Manche Unterhaltspflichtige tauchen einfach ab

Am schwierigsten für die Stadt wird es, wenn sich ein Unterhaltspflichtiger böswillig seinen Pflichten entziehen will. Die Stadt muss dann den Rechtsweg beschreiten, um einen vollstreckbaren „Titel“ gegen den säumigen Zahler zu erwirken. Dann sind unter anderem auch Lohnpfändungen möglich. Manchmal allerdings erweist sich auch dieser Weg als nicht gangbar: Es gibt Fälle, in denen ein Unterhaltspflichtiger regelrecht abtaucht und für die Behörden unauffindbar bleibt.

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