Schlechtes Zeugnis fürs Revier: „Kein Aufholprozess“

Das Ruhrgebiet kommt einer Studie zufolge bei der Bewältigung des Strukturwandels kaum voran. „Das Ruhrgebiet hat am Boom der deutschen Städte seit der Jahrtausendwende nicht teilgenommen“, sagte der Direktor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, am Montag in Düsseldorf. Auf vielen Feldern hinke das Revier hinterher. „Es gibt bislang keinen Aufholprozess“, sagte Hüther. Der industrielle Kern des Ruhrgebiets schrumpfe ungebremst. Das IW hatte im Auftrag der NRW-Unternehmensverbände die wirtschaftliche Lage des Reviers unter die Lupe genommen.

18.10.2018, 11:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schlechtes Zeugnis fürs Revier: „Kein Aufholprozess“

Armin Laschet (CDU, r), Ministerpräsident NRW, und Andreas Pinkwart (FDP), Wirtschaftsminister von NRW. Foto: Federico Gambarini/Archiv

Die Region leide unter vielfältigen Problemen. Die Kommunen seien hoch verschuldet, die Arbeitslosigkeit sei weit höher als in anderen städtischen Gebieten, in die Verkehrsinfrastruktur sei seit Jahrzehnten viel zu wenig investiert worden. Die Studie zählt aber auch positive Entwicklungen auf. Dazu zählen die dichte Hochschullandschaft, ein unterdurchschnittlicher Fachkräftemangel und eine relativ gute Position bei der Digitalisierung.

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