Schlag gegen organisierte Schwarzarbeit am Bau

Zoll und Steuerfahndung haben im Raum Aachen ein System von Schwarzarbeit am Bau aufgedeckt. Die Beschuldigten sollen sanierungsbedürftige Immobilien erworben und mit Schwarzarbeitern kostengünstig saniert haben. Um die Schwarzgeldzahlungen zu verschleiern, hätten eigens gegründete Firmen, die keinen regulären Geschäftsbetrieb unterhielten, Scheinrechnungen ausgestellt, teilte das Hauptzollamt Aachen am Dienstag mit. Auf den Konten dieser Firmen seien rund 3,5 Millionen Euro eingegangen und dann größtenteils in bar abgehoben worden.

09.07.2019, 15:53 Uhr / Lesedauer: 1 min

Am Dienstagmorgen hatten rund 200 Einsatzkräfte 40 Wohnungen, Geschäftsräume und Baustellen in der Städteregion Aachen und im Kreis Heinsberg durchsucht. Dabei habe sich herausgestellt, dass die eingesetzten Subunternehmer Schwarzarbeiter beschäftigte hätten, um Sozialversicherungsbeiträge zu sparen. Beschäftigte hätten in sanierungsbedürftigen Häusern, die aufgrund ihres maroden Zustandes nicht mehr bewohnbar waren, schlafen müssen. Der im Baugewerbe tariflich vereinbarte Mindestlohn sei nicht gezahlt worden.

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