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Schlag gegen Drogen: Über 11 Kilo Heroin, sechs Haftbefehle

Feuerlöscher mit heißem Inhalt: Zwei randvoll mit Heroin gefüllte Geräte haben Hamburger Zollfahnder in Krefeld (Nordrhein-Westfalen) sichergestellt. Sie wurden mit einem aus Südosteuropa kommenden Lastwagen angeliefert und sollten nachts in ein anderes Fahrzeug umgeladen werden, als die Fahnder „nach mehrtägiger Observation“ zugriffen, wie ein Sprecher des Hamburger Zollfahndungsamts am Donnerstag berichtete. Fast elf Kilogramm des Rauschgifts enthielten die beiden Feuerlöscher. Drei Personen, in deren Wagen die Drogen umgeladen werden sollten, wurden an Ort und Stelle festgenommen, drei weitere Festnahmen folgten später.

09.08.2018
Schlag gegen Drogen: Über 11 Kilo Heroin, sechs Haftbefehle

Zollamtmann Meyns präsentiert Feuerlöscher, in denen 12 Kilogramm Heroin nach Deutschland geschmuggelt werden sollten. Foto: Markus Scholz

Bereits seit Ende 2017 ermittelten Hamburger Zollfahnder gegen die Tatverdächtigen. Sie stehen im Verdacht, Heroin im großen Stil nach Deutschland geschmuggelt und hier verkauft zu haben, wie Stephan Meyns, Sprecher des Zollfahndungsamtes, weiter mitteilte. Zum Zugriff in einem Krefelder Gewerbegebiet kam es dann im Juni. „Ein herausragender Erfolg im Kampf gegen die international organisierte Rauschgiftkriminalität“, sagte Meyns.

Das in Krefeld beschlagnahmte Heroin sei vermutlich für den Schwarzmarkt in Hamburg und Schleswig-Holstein bestimmt gewesen. In der Hansestadt sowie in Walsrode in Niedersachsen vollstreckten Fahnder im Anschluss insgesamt sechs Durchsuchungsbeschlüsse. Dabei entdeckten die Zöllner ein weiteres halbes Kilogramm Heroin in einer sogenannten Bunkerwohnung und nahmen zwei weitere Personen fest. Ein weiterer Tatverdächtiger geriet den Angaben zufolge nach dem Zugriff ebenfalls ins Visier des Zolls - auch er wurde festgenommen.

„Das Rauschgift hat einen Schwarzmarktwert von über 600 000 Euro“, hieß es. „Es handelt sich um mehr als 100 000 Konsumeinheiten.“ Die Ermittlungen der Zollfahndung dauerten an. Das Amtsgericht Hamburg erließ gegen alle sechs Beschuldigten Haftbefehle, sie sitzen in Untersuchungshaft.

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