Schädel eingeschlagen: Plädoyers im Prozess gegen Vater

Der Schädelbruch des Kindes zeugt von massiver Gewalt. Doch der angeklagte Vater will dem Säugling nichts getan haben. Im Totschlagsprozess gegen ihn wird jetzt plädiert.

30.08.2019, 02:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schädel eingeschlagen: Plädoyers im Prozess gegen Vater

Ein Fotograf vor dem Bild der Justitia. Foto: Friso Gentsch/Archivbild

Im Prozess gegen einen Vater, der sein sechs Monate altes Kind mit massiver Gewalt getötet haben soll, werden heute die Plädoyers erwartet. Das Kind war im März an den Folgen eines Schädelbruchs durch massive Gewalteinwirkung gestorben. Der 37 Jahre alte Vater war zu der Zeit mit dem Säugling allein in der Alsdorfer Wohnung. Er bestreitet die Vorwürfe. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Totschlag vor.

Die Richter des Aachener Landgerichts hatten zuletzt in einem Rechtshinweis mitgeteilt, dass auch eine Verurteilung wegen versuchten Mordes durch Unterlassen infrage komme. Das kann den Angaben nach dann der Fall sein, wenn der Angeklagte das Kind durch Gewalt lebensbedrohlich verletzt und dann keine oder zu spät Hilfe geholt hat.

Auch gegen Ende der Verhandlung ist noch immer nicht geklärt, wie genau es zu der tödlichen Verletzung kam. Das Urteil ist für den 10. September geplant.

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