Sanitätshaus-Gruppe BrandVital in wirtschaftlichen Turbulenzen

dzVorläufiger Insolvenzverwalter

Einen renommierten Düsseldorfer Anwalt hat das Amtsgericht Hagen zum vorläufigen Insolvenzverwalter für das Unternehmen eingesetzt. Es geht um die Arbeitsplätze von rund 200 Beschäftigten.

Schwerte

, 17.12.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie geht es weiter mit BrandVital? Das Sanitätshaus mit Hauptsitz im Geisecker Gewerbegebiet und bundesweiten Filialen ist in wirtschaftliche Turbulenzen geraten. Aus dem Unternehmen heraus sei ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt worden, bestätigte am Montag Holger Voskuhl, projektbezogener Pressesprecher von Rechtsanwalt Horst Piepenburg. Der Jurist aus der renommierten Düsseldorfer Kanzlei Piepenburg Gerling ist vom Amtsgericht Hagen zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt worden. Diese steht laut ihrem Internetauftritt „für kreative Sanierungslösungen innerhalb der Insolvenz“. Dabei werde mit modernen Managementmethoden und sozialem Verantwortungsbewusstsein vorgegangen.

Der vorläufige Insolvenzverwalter sei gerade dabei, sich einen Überblick zu verschaffen, sagte Voskuhl weiter. Ziel sei es, eine Grundlage für die Fortführung des Geschäftsbetriebes zu finden. Immerhin geht es bei BrandVital um die Arbeitsplätze von rund etwas über 200 Mitarbeitern. Diese Zahl nannte der Sprecher.

Sanitätshaus-Gruppe BrandVital in wirtschaftlichen Turbulenzen

Einen renommierten Düsseldorfer Anwalt hat das Amtsgericht Hagen als vorläufigen Insolvenzverwalter für die Firma BrandVital eingesetzt. © Reinhard Schmitz

Unter anderem Standorte in Dortmund, Lünen, Unna und Schwerte

Das Unternehmen führt in seinem Internetauftritt Standorte in fast ganz Deutschland auf, darunter in hiesigen Region in Schwerte, Lünen, Unna , Dortmund und Hemer. Die Hauptverwaltung ist demnach An der Silberkuhle in Schwerte-Geisecke angesiedelt. Neben Sanitätshäusern und Rehatechnik-Filailen sind sieben Logistikzentren aufgeführt.

BrandVital entstand durch den Zusammenschluss der Sanitätshäuser Spanke in Schwerte und Schulte-Derne in Lünen, die beide auf eine rund 30-jährige Erfahrung zurückblicken konnten. Spanke hatte sich vorrangig um die Gesundheitstechnik gekümmert - von individuell angepassten Bandagen und Kompressionsstrümpfen über Alltags- und Pflegehilfen bis hin zur Brustprothetik; es hatte Filialen in Hemer, Kreuztal und Siegen betrieben. Schulte-Derne galt als einer der größten Anbieter von Reha- und Medizintechnik in Deutschland.

BrandVital baute das Sortiment an Produkten und Dienstleistungen weiter aus. Da sich die Firma damit wesentlich breiter aufgestellt sah als ein klassisches Sanitätshaus, änderte es seine Bezeichnung in „The Health Company“. Denn zum Service gehören inzwischen auch beispielsweise Schulungen, Seminare und die Unterstützung bei der Abwicklung mit Ärzten und Krankenkassen. Die Zielgruppe ist über Senioren und Kranke hinaus auch beispielsweise auf Gesundheitsbewusste, Schwangere und sportliche aktive Menschen gewachsen.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger B236-Ausbau in Schwerte
Deges will die B236 ab April ausbauen – mit welchen Unternehmen ist noch unklar
Hellweger Anzeiger Polizei in Schwerte
Juwelier vom Postplatz abgetaucht: Eine Spur offener Rechnungen zieht sich durch Schwerte
Hellweger Anzeiger Gewerbegebiet in Westhofen
Betriebe nach Unfall ohne Strom – Wer haftet jetzt für den Schaden?
Hellweger Anzeiger CDU-Neujahrsempfang
CDU-Chef und Unternehmer Schrezenmaier betont: „Schwerte ist keine Einkaufsstadt“
Meistgelesen