Sanierung des Drachenfels dauert an

Der Drachenfels mit seiner markanten Burgruine im Siebengebirge ist ein weithin sichtbarer Touristenmagnet. Doch sein Gestein ist porös und droht auseinanderzubrechen. Eine umfangreiche Sanierung soll das verhindern. Die Arbeiten sind langwierig und kompliziert.

25.12.2018 / Lesedauer: 2 min
Sanierung des Drachenfels dauert an

Ein Stahlschraube steckt unter der Burg Drachenfels im Gestein. Foto: Oliver Berg/Archiv

Der wegen Steinschlaggefahr gesperrte Eselsweg am Drachenfels kann frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2019 wieder für Wanderer geöffnet werden. Die aufwendigen Sanierungsarbeiten an dem Felsmassiv bei Königswinter seien derzeit wegen der Witterung unterbrochen, teilte eine Sprecherin der Kölner Bezirksregierung auf dpa-Anfrage mit. Für die noch ausstehenden Beton- und Zementarbeiten müssten die Temperaturen bei konstant über fünf Grad Celsius liegen. Nach Schätzung der Behörde werden die Arbeiten nicht vor Mitte des Jahres fertig sein.

Der 321 Meter hohe Drachenfels im Siebengebirge ist eines der beliebtesten Naherholungsziele in Nordrhein-Westfalen. Vom Eselsweg, der hoch zur Burgruine führt, haben Wanderer einen guten Blick auf das Rheinpanorama. Aus Sicherheitsgründen wurde der Weg vor rund zwei Jahren gesperrt. Die Freigabe verzögerte sich immer weiter, da die Sanierungsarbeiten an dem maroden Felsen länger dauerten als gedacht. Denn unter dem dichten Pflanzenbewuchs kamen ständig neue Klüfte und Risse zum Vorschein, die sich im Laufe der Jahrzehnte gebildet hatten. Die Sicherungsarbeiten sollen verhindern, dass der Drachenfels auseinanderbricht.

Bislang haben Arbeiter unter anderem rund 200 Felsnägel - jeweils sechs Meter lang - in den Stein getrieben und zahlreiche Klüfte mit Beton verschlossen. Auch die herausragende Felsnase ist nach Angaben der Bezirksregierung bereits mit Nägeln gesichert, demnächst soll noch ein Netz angebracht werden.

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