SPD erhöht Druck für gleiche Bezahlung von Lehrern

Die SPD-Opposition verstärkt den Druck auf die Landesregierung, zu einer gleichen Bezahlung aller verbeamteten Lehrer zu kommen. Die SPD-Fraktion im Landtag legte am Donnerstag erneut einen Gesetzentwurf vor, der ein höheres Einstiegsgehalt für Lehrer jeder Schulform in der Besoldungsstufe A13 vorsieht. Bisher werden Lehrer etwa an Grundschulen nach A12 bezahlt - das sind rund 500 Euro brutto im Monat weniger als bei der Gehaltsstufe A13, die für gymnasiale Oberstufenlehrer gilt. Die gleiche Bezahlung für alle Lehrer sei für die SPD eine „zentrale Frage zur Beseitigung des Lehrermangels“, sagte die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Eva-Maria Voigt-Küppers.

04.10.2018, 16:49 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein erster SPD-Gesetzentwurf war von der schwarz-gelben Regierungsmehrheit bereits abgelehnt worden. Auch der neue Entwurf, der kommenden Mittwoch in den Landtag eingebracht wird, dürfte kaum Erfolgsaussichten haben. Allerdings wird der Druck auf die Regierung durch die erneute Vorlage aufrecht erhalten. Es müsse angesichts des Lehrermangels vor allem an Grundschulen bald eine Entscheidung getroffen werden, sagte der schulpolitische Sprecher der SPD, Jochen Ott. „Wenn wir das nächstes Schuljahr erreichen würden, wäre das eine wichtige Botschaft.“

Seit 2009 ist die Ausbildung für angehende Lehrer aller Schulformen gleich lang. Die SPD will auch die Lehrer mit mehrjähriger Berufserfahrung einbeziehen. Insgesamt mehr als 50 000 Lehrer würden demnach höhergruppiert. Die jährlichen Zusatzkosten werden auf rund 436 Millionen Euro beziffert. Die Bildungsgewerkschaft GEW NRW begrüßte die SPD-Initiative, weil damit auch die Bestandslehrkräfte mit mehrjähriger Berufserfahrung in die Besoldungsstufe A13 kämen.

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