SPD-Fraktionschef Kutschaty: der AfD nicht die Hand reichen

SPD-Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty hat eine entschlossene Isolierung der rechtspopulistischen AfD durch die demokratischen Parteien gefordert. „Die AfD ist der politische Arm des antisemitischen Rechtsradikalismus in Deutschland“, sagte Kutschaty am Mittwoch in der Haushalts-Generaldebatte des nordrhein-westfälischen Landtags.

18.12.2019, 11:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
SPD-Fraktionschef Kutschaty: der AfD nicht die Hand reichen

Nordrhein-westfälischer SPD-Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Die AfD sei der Grund dafür, dass sich viele jüdische Mitbürger mit Auswanderungsgedanken beschäftigen müssten. In Thüringen stehe mit Björn Höcke ein Politiker „mit Deportations- und Gewaltfantasien eines Faschisten“ an der AfD-Spitze. Die „Anständigen“ hätten die Partei längst verlassen.

„Ihre Partei wird auf Dauer isoliert bleiben, und das ist auch gut so“, sagte Kutschaty in Richtung AfD. Es habe zwar nach jüngsten Wahlen „verstörende Debattenbeiträge über Koalitionen oder Tolerierungen“ gegeben. Er sei sich aber „sicher, dass auch Liberale und Christdemokraten der AfD nicht die Hand reichen werden“, betonte Kutschaty. „Es gibt keine Beschwichtigung mit Faschisten.“

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