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SG Flensburg-Handewitt ohne Angst nach Mannheim

Das Fernduell um die deutsche Handball-Meisterschaft geht in die entscheidende Phase. Tabellenführer Flensburg steht in Mannheim vor einer hohen Hürde. Strauchelt der Titelverteidiger, könnte Verfolger Kiel doch noch aus eigener Kraft Meister werden.

19.04.2019 / Lesedauer: 3 min
SG Flensburg-Handewitt ohne Angst nach Mannheim

Flensburgs Trainer Maik Machulla freut sich auf das Topspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen. Foto: Frank Molter

Der Osterausflug nach Mannheim weckt in Maik Machulla keine Angstgefühle - dabei steht für den deutschen Handball-Meister SG Flensburg-Handewitt im Bundesliga-Topspiel bei den Rhein-Neckar Löwen viel auf dem Spiel.

„Es ist doch toll, dass wir etwas zu gewinnen haben. Wir gehen mit Rückenwind in das Spitzenspiel, auf das sich ganz Handball-Deutschland freut, und werden Gas geben“, kündigte der SG-Trainer vor der Partie beim Tabellenvierten am Sonntag (16.25 Uhr/ARD und Sky) an.

Auf dem Weg zur Titelverteidigung will sich der Meister von den Löwen, die bei acht Punkten Rückstand aus dem Titelrennen sind, nicht überraschen lassen. Im Fernduell mit Rekord-Champion THW Kiel, der dank des 30:29-Sieges bei den Füchsen Berlin weiter vier Punkte zurück liegt, dürfen sich die Flensburger keinen Fehltritt leisten. „Es wird sicher ein harter Kampf bis zum Saisonende“, prophezeite Machulla nach dem souveränen 28:20 gegen den VfL Gummersbach.

Meistert sein Team die hohe Hürde beim Champion von 2016 und 2017, dürfte der Weg zum Titel frei sein. Kassiert die SG in Mannheim aber die zweite Saison-Niederlage, würde beim Showdown in Kiel am 12. Mai der Verlust der Spitze drohen.

Machulla, dessen Vertrag zu Wochenbeginn bis zum Sommer 2023 verlängert wurde („Die SG ist meine Familie“), lässt sich von solchen Rechenspielen nicht verrückt machen. Auch der durchwachsene Auftritt gegen Gummersbach bereitete ihm keine Sorgen. „Wir müssen uns am Sonntag anders präsentieren und deutlich steigern. Aber wir sind in der Lage, den Schalter umzulegen“, sagte der 42-Jährige. Das wird auch nötig sein, denn die Fehlerquote gegen den in finanziellen Nöten steckenden Altmeister aus Gummersbach war ungewohnt hoch. „Wir mussten uns ganz schön quälen“, befand Machulla.

Das traf allerdings auch auf die Kieler in Berlin zu. „Die Meisterschaft hat im ganzen Spiel gewackelt“, stellte THW-Trainer Alfred Gislason fest und monierte: „In der ersten Halbzeit hat unsere Abwehr überhaupt nicht stattgefunden.“

Mit viel Glück wurde der Sieg am Ende über die Zeit gerettet, weil Füchse-Nationalspieler Fabian Wiede wenige Sekunden vor Schluss ein Fehlpass unterlief. „Es war mein Fehler, ich habe falsch gehandelt“, entschuldigte sich der Rückraumspieler.

So darf der DHB-Pokalsieger, der auch im Final Four des EHF-Pokals steht, weiter auf den 21. Meister-Coup zum Abschied von Gislason im Sommer hoffen. „An die Meisterschaft denkt niemand von uns - wir wollen jedes Spiel gewinnen und dann schauen wir, wo wir am Ende stehen“, versicherte Kapitän Domagoj Duvnjak.

Auch Gislason gab sich gelassen. „Aus eigener Kraft können wir die Flensburger nicht mehr aufhalten. Das einzige, was wir machen können, ist unsere Spiele zu gewinnen. Daher war es ein unglaublich wichtiger Sieg für uns, um einen möglichen Patzer der Flensburger ausnutzen zu können“, sagte der 59-Jährige. Genau das will der Nordrivale am Sonntag vermeiden.

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