Rundfunkrat genehmigt WDR-Haushalt

Der Rundfunkrat des WDR hat den Haushalt des Senders für 2020 genehmigt. Der Westdeutsche Rundfunk plane mit Einnahmen von 1,42 Milliarden Euro und Ausgaben von 1,59 Milliarden. Der Fehlbetrag nach Bereinigungen von rund 135 Millionen Euro solle aus Rücklagen aufgebracht werden, teilten der Rundfunkrat und der Sender am Donnerstag mit.

12.12.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rundfunkrat genehmigt WDR-Haushalt

Der Schriftzug des WDR ist an einem Gebäude des WDR (Westdeutscher Rundfunk) vor dem Dom angebracht. Foto: Oliver Berg/Archiv

Es sei „dank großer Anstrengungen gelungen, auch für das Jahr 2020 einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen“, so der WDR. Einsparvorgaben seien erfolgreich umgesetzt worden. Dies gelte vor allem für die Personalausgaben beim größten ARD-Sender. Sie seien durch den „sozialverträglichen Abbau von 500 Planstellen bis Ende 2020“ gesenkt worden.

Der Vorsitzende des Rundfunkrats, Andreas Meyer-Lauber, warnte, dass das Angebot des WDR mittelfristig nicht mehr ausreichend finanziert sein könnte. „Folgt die Politik dem Vorschlag der KEF, den Rundfunkbeitrag ab 2021 bei 18,36 Euro festzusetzen, würde dies für die ARD nicht einmal den Inflationsanstieg ausgleichen. Damit sind die qualitativ hochwertigen Angebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Fernsehen, Hörfunk und Internet gefährdet.“

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