Ruhrverband reduziert Wasserabgabe von Talsperren

Wegen der anhaltenden Trockenheit hat der Ruhrverband die Wasserabgabe seiner Talsperren in die Ruhr reduziert. Die Wasserspeicher im Sauerland geben nun rund ein Viertel weniger Wasser pro Sekunde in den Trinkwasserfluss als vorher, wie der Wasserwirtschaftsverband am Dienstag mitteilte. Ein Sprecher sprach von einer „angespannten Situation“.

06.11.2018, 13:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ruhrverband reduziert Wasserabgabe von Talsperren

Nach monatelanger Trockenheit steht das Wasser in der Biggetalsperre bei Olpe sehr niedrig. Foto: Berthold Stamm/Archiv

„Ohne das zusätzliche Wasser aus den Talsperren wäre die Ruhr in Villigst bei Schwerte ab Juli 2018 an drei Vierteln aller Tage trockengefallen“, sagte der Sprecher weiter. Aktuell gebe es aber keine Einschränkungen in der Wasserversorgung, betonte er. Über das Talsperrensystem der Ruhr werden mehr als 4,6 Millionen Menschen im Ruhrgebiet mit Trinkwasser versorgt.

Der Ruhrverband ist gesetzlich verpflichtet, für eine bestimmte Wassermenge in der Ruhr zu sorgen. Die Reduzierung der Abgabemenge musste daher vom Umweltministerium genehmigt werden. Entsprechende Anträge seien seit 1968, dem Jahr der vollständigen Inbetriebnahme des Bigge-Stausees, bislang nur zwei Mal gestellt und einmal umgesetzt worden.

Der Füllstand aller Talsperren lag am Dienstag nur noch bei gut 47 Prozent des sogenannten Vollstaus - Tendenz fallend. Einen niedrigeren Füllstand habe es seit 1968 bislang nur 1976 gegeben.

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