Ruhrbischof nach letzter Grubenfahrt: „Melancholisch“

Kirche unter Tage: Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck hat in Bottrop seine wohl letzte Fahrt in eine deutsche Steinkohlenzeche unternommen. „Es ist ein nachdenkliches Gefühl und ein melancholisches und dankbares zugleich angesichts von 200 Jahren Industriegeschichte, die in diesen Tagen zu Ende gehen“, sagte der Bischof am Dienstag nach der Grubenfahrt. Schwarz vom Kohlestaub war der Geistliche übrigens nicht mehr - die industrielle Kohleförderung wurde schon vor Monaten beendet.

27.11.2018, 17:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ruhrbischof nach letzter Grubenfahrt: „Melancholisch“

Bischof Franz-Josef Overbeck steht nach seiner Grubenfahrt auf der Bergwerk Prosper-Haniel am Schacht. Foto: Federico Gambarini

Der Bergbau habe eine große Bedeutung für das Ruhrbistum, betonte er. „Ohne die Kohle wäre das 1958 gar nicht entstanden.“ Für das Ruhrgebiet bedeute der Abschied von der Kohle, sich zu vergegenwärtigen: „Jetzt beginnt eine neue Ära“. Zum Jahresende stellen die beiden letzten deutschen Steinkohle-Zechen in Bottrop und Ibbenbüren ihren Betrieb ein.

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