Routinekontrolle führte zu Sprengung eines Drogenrings

Die Routinekontrolle eines Autofahrers an der deutsch-niederländischen Grenze hat dazu geführt, dass die Polizei in Österreich einen Drogenring sprengen konnte. Der 24-jährige Österreicher habe mit einem Mietwagen auf dem Seitenstreifen der Autobahn 61 Richtung Niederlande gestanden und seltsame Dinge erzählt, berichtete ein Polizeisprecher am Freitag in Düsseldorf.

06.12.2019, 12:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Routinekontrolle führte zu Sprengung eines Drogenrings

Ein Polizeifahrzeug steht während einer Verkehrskontrolle mit Blaulicht auf der Straße. F. Foto: Patrick Seeger/dpa

Bei der Durchsuchung des Autos stießen die Beamten auf zehn handverfüllte Plastikbeutel mit Pulver, das sich als reines Waschmittel entpuppte, sowie auf Belege über zwei in den Niederlanden aufgegebene Pakete mit Ziel Österreich. Drogenspürhunde schlugen zwar an, fanden in dem Wagen aber nichts.

Die Autobahnpolizei musste den Mann ziehen lassen, gab aber der österreichischen Polizei einen Hinweis. Dabei kam heraus, dass der 24-Jährige schon länger unter Verdacht stand, in Drogengeschäfte verwickelt zu sein. Als die Pakete am Ziel eintrafen, waren die Fahnder dort zur Stelle. Inhalt: 14 Kilo Amphetamine, 500 Gramm Kokain und zwei Kilogramm synthetische Drogen.

Dann stellte sich heraus, dass der Österreicher mit seiner Freundin in einem Waldstück eine eigene Tablettenpresse betrieben und die Drogen über das Darknet verkauft haben soll. Die Lieferungen habe er unter Altglascontainern versteckt und seine Kundschaft per GPS-Koordinaten ans Ziel geführt.

Was der Mann mit dem Waschmittel bezweckte, blieb unklar. Möglicherweise hatte er damit die Drogen strecken oder ihren Geruch übertünchen wollen. Er schweige eisern zu den Vorwürfen, berichteten österreichische Medien.

Weitere Meldungen
Meistgelesen