Route der Industriekultur soll mehr junge Leute ansprechen

Dass stillgelegte Stahlwerke, Zechen und Arbeitersiedlungen ziemlich cool sein können, weiß man im Ruhrgebiet seit mindestens 20 Jahren. Die „Route der Industriekultur“ verbindet die wichtigsten Zeugnisse der Vergangenheit miteinander. Doch wie geht es weiter?

03.12.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Route der Industriekultur soll mehr junge Leute ansprechen

Die Sonne scheint durch den Förderturm der Zeche Zollverein. Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild

Die vor 20 Jahren gegründete Route der Industriekultur soll moderner und digitaler werden. Ziel sei, dass auch junge Leute Lust haben, das industriekulturelle Erbe zu entdecken, erklärte der Leiter des Referates Industriekultur beim Regionalverband Ruhr (RVR), Ulrich Heckmann, am Dienstag. „Es geht nicht in erster Linie darum, die Anzahl an Sehenswürdigkeiten der Industriekultur weiter zu erhöhen. Es geht um Qualität und leichte Zugänglichkeit“, sagte Heckmann, der auch Mitinitiator der Route ist.

Ruhr Tourismus-Geschäftsführer Axel Biermann bezeichnete die montanindustrielle Vergangenheit des Ruhrgebiets als große Chance für das regionale Tourismusmarketing. Nach Erschließung der Standorte in den ersten 20 Jahren habe man jetzt eine hervorragende Grundlage und könne Industriekultur touristisch neu definieren - „emotional, erlebnisorientiert, modern, digital“.

Die Route der Industriekultur ist ein 1999 gestartetes Projekt des Regionalverbands Ruhr (RVR). Auf einem insgesamt 400 Kilometer langen Straßenrundkurs geht es um das industriekulturelle Erbe des Ruhrgebiets. Auf der Route liegen markante Gebäude und Anlagen wie der Landschaftspark Duisburg-Nord, die Villa Hügel in Essen oder die Zeche Zollern in Dortmund. Hinzu kommen 17 Aussichtspunkte und 13 beispielhafte Siedlungen wie etwa Eisenheim in Oberhausen. Neben Bergbau und Stahlindustrie geht es auch um die Themen Chemie, Energie, Binnenschifffahrt, Eisenbahn oder Wasserwirtschaft.

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